Eine Condor-Maschine am Boden
Eine Condor-Maschine am Boden (Archivbild) Bild © picture-alliance/dpa

Mehr als 300 Condor-Passagiere, die nach Frankfurt wollten, mussten sich in dieser Woche in Geduld üben. Ihre Flüge hatten bis zu 27 Stunden Verspätung. Die Ursachen waren jeweils technische Probleme.

Flug DE 1503 sollte am Donnerstag um 10 Uhr die Ferieninsel Mallorca verlassen. Die Boeing 757, die den Flug mit 206 Passagieren von Palma nach Frankfurt durchführen sollte, hatte allerdings schon auf dem Weg von München nach Spanien Triebwerksprobleme und musste deshalb repariert werden.

Reparatur verzögert sich

Einer Condor-Sprecherin zufolge zog sich die Reparatur auf der Baleareninsel immer weiter hinaus. Die 206 betroffenen Passagiere seien vor Ort betreut und zügig mit Verpflegungsgutscheinen ausgestattet worden.

Letztlich habe der Flug dann doch mit einer Ersatzmaschine durchgeführt werden müssen. Allerdings erst am Folgetag, 27 Stunden nach dem ursprünglich geplanten Abflug. Die Passagiere seien in Hotels untergebracht worden.

Ein Passagier bestätigte readitnow.info, dass ein 4-Sterne-Hotel binnen kürzester Zeit zur Verfügung gestellt worden sei, beklagte aber ansonsten schleppende Informationen vor Ort. So sei unter einer vermeintlich deutschen Hotline nur englisch gesprochen worden.

Maschine kehrt nach Frankfurt um

Auch im texanischen Austin konnten 108 Reisende ihren Condor-Flug nicht wie geplant am vergangenen Montag antreten. Die Boeing 767, die sie nach Frankfurt bringen sollte, hatte die US-Metropole erst verspätet erreicht, weil sie zuvor wegen einer Fehlermeldung im Cockpit nach Frankfurt zurückgeflogen war, wie die Sprecherin am Freitag auf Anfrage erklärte.

Erst am Dienstag um 17.22 Uhr konnte der Flieger schließlich Austin verlassen - mit über 19 Stunden Verspätung. Auch hier gab es Klagen von Betroffenen über fehlende Ansprechpartner vor Ort und englischsprachigen Kundenservice unter einer deutschen Nummer.

Nicht jeder gleich erreichbar

Condor entschuldigte sich für die Verspätungen. Im Falle der Mallorca-Maschine sei der Handling-Agent vor Ort zügig in Kenntnis gesetzt worden. Häufig verstreuten sich jedoch Passagiere und seien nicht in jedem Falle sofort erreichbar. Man wolle aber weiter an der Verbesserung des Informationsflusses arbeiten.

Massive Verspätungen hatten das Unternehmen zuletzt wiederholt belastet. Schon im September mussten 80 Condor-Passagiere 42 Stunden auf ihren Mallorca-Flug warten. Anfang August saßen rund 260 Reisende 34 Stunden in Kuba fest. Anfang Juli hatte es 170 Teneriffa-Urlauber mit 44 Stunden Verspätung erwischt .