Blick von der Skisprungschanze in Willingen ins Tal und auf die umliegenden Hügel.
Blick von der Skisprungschanze in Willingen ins Tal und auf die umliegenden Hügel. Bild © Imago

Das wird nichts für schwache Nerven: 665 Meter lang und 100 Meter hoch soll eine Hängebrücke direkt neben der Mühlenkopfschanze in Willingen werden. Die Gemeinde ist begeistert.

Die größte Großschanze der Welt steht schon in Willingen (Waldeck-Frankenberg), nun soll ein weiteres Superlativ dazukommen: "Die längste Brücke der Welt im tibetanischen Stil" will Arnd Brüne, Geschäftsführer der Skyline Diemelsee GmbH, bauen.

Die Hängebrücke soll 665 Meter lang sein und von der Mühlenkopfschanze zum Musenberg führen - in 100 Meter Höhe. Der Bau soll nach seinen Vorstellungen noch in diesem Jahr beginnen. Das sei realistisch, heißt es vonseiten der Gemeinde: "Wir unterstützen das Projekt, wo wir nur können", sagt Christina Hochbein, Leiterin des Büros des Bürgermeisters. Der Bebauungsplan sei in Arbeit.

Vier Millionen Euro Baukosten

Beim Tibet-Stil haben Brücken keine hochaufragenden Bauteile oder Stützen. Die Kosten für das Projekt werden auf vier Millionen Euro geschätzt. Die Finanzierung des Projekts sei gesichert. sagte Brüne.

Ursprünglich hatte die Firma eine Seilhängebrücke für Fußgänger über den Diemel-Stausee geplant. Dort gab es jedoch Komplikationen durch den Naturschutz. Das Projekt sei aber noch nicht abgeschrieben. Zuvor hatte die über das Thema berichtet.

Ähnliches Projekt in Rotenburg

Die Gemeinde Willingen erhoffe sich einen neuen "touristischen Magnet", sagt Hochbein. "Wir haben 300.000 Gäste im Jahr. Wenn nur jeder zweite davon die Brücke benutzt, wäre das gigantisch."

Im osthessischen Rotenburg ist ein ähnliches Projekt in Planung. Dort soll eine Riesenhängebrücke auf 540 Metern Länge in 50 Metern Höhe das Kottenbachtal überspannen.

Sendung: hr3, 26.06.2018, 18.30 Uhr