Opel-Zentrale in Rüsselheim
Opel-Zentrale in Rüsselheim Bild © picture-alliance/dpa

Der in der Sanierung steckende Autobauer Opel hat sämtlichen europäischen Händlern die Verträge gekündigt. Künftig soll es weniger Opel-Autohäuser geben.

Ziel der neuen Vereinbarungen sei es, Leistung und Profitabilität des Handels zu steigern, sagte am Dienstag ein Unternehmenssprecher in Rüsselsheim. In Europa werden demnach rund 1.600 Verträge gekündigt, auf Deutschland entfallen davon 385.

Nur zwölf dieser Betriebe solle kein neues Angebot gemacht werden, kündigte Deutschland-Chef Jürgen Keller in einem Interview mit dem Fachblatt "Autohaus" an. Von einer Ausdünnung des Vertriebsnetzes könne deshalb keine Rede sein. Die neuen Verträge sollen jetzt verhandelt werden und Keller zufolge Anfang 2020 in Kraft treten.

Vauxhall-Chef: Kunden kaufen Autos lieber online

Der Chef der britischen Opel-Schwestermarke Vauxhall, Stephen Norman, hatte am Montag laut Nachrichtenagentur Reuters in London gesagt, es werde in Deutschland weniger Opel-Autohäuser geben. "Die zukünftigen Erfordernisse in der Branche und die zukünftigen Erfordernisse der Marken Opel und Vauxhall werden weniger Autohäuser nötig machen als die Marken jetzt besitzen."

Hintergrund sei, dass die Verbraucher eher online unterwegs seien statt mehrfach die Ausstellungsräume zu besuchen.

Sendung: hr-iNFO, 17.04.2018, 14.00 Uhr