Porzellanfiguren aus Höchst.
Porzellanfiguren aus Höchst. Bild © Imago

Der zweitälteste Porzellanhersteller in Deutschland steht vor dem Aus: Die Höchster Porzellan-Manufaktur hat Insolvenz angemeldet.

Die Höchster Porzellan-Manufaktur mit ihren 13 Mitarbeitern schreibt seit Jahren rote Zahlen. Da das Geld auszugehen drohte, stellte das Traditionsunternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das geht aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Frankfurt hervor.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde ein Frankfurter Rechtsanwalt eingesetzt. Dieser informierte die Belegschaft nach hr-Informationen am Freitagvormittag über das weitere Verfahren. Fest steht bislang nur, dass die Beschäftigten für drei Monate, bis Ende April, ihre Gehälter ausgezahlt bekommen. Der Insolvenzantrag war am Mittwoch beim Gericht eingegangen.

Insolvenzverwalter prüft, ob es Investoren gibt

In den nächsten drei Monaten soll der vorläufige Insolvenzverwalter nun prüfen, ob noch genügend Geld da ist, und ob es Kunden, Investoren oder Kaufinteressenten für die Höchster Porzellan-Manufaktur gibt.

Die Höchster Porzellan-Manufaktur wurde 1746 gegründet und ist damit nach der Manufaktur im sächsischen Meißen die zweitälteste Porzellanmanufaktur in Deutschland. Nach einem Konkurs im Jahr 1796 wurde der Betrieb erst 1947 wiederbelebt. Das Geschäft war zunehmend schwieriger geworden. Ein Laden in der Frankfurter Innenstadt musste vor einigen Jahren schon geschlossen werden.

Sendung: hr-iNFO, 19.01.2018, 13.00 Uhr