Blick auf eine Baustelle an der A49 bei Schwalmstadt
Blick auf eine Baustelle an der A49 bei Schwalmstadt Bild © picture-alliance/dpa

Die Planungen für den Ausbau der A49 haben eine weitere Hürde genommen. Die letzte anhängige Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt zwischen Stadtallendorf und Gemünden (Felda) wurde zurückgenommen.

Über die Rücknahme der Klage informierte am Donnerstag das hessische Wirtschaftsministerium. Damit liegt nun für alle drei geplanten Abschnitte zwischen Kassel und dem Anschluss an die A5 bei Gemünden Baurecht vor.

Das Land hatte nach Angaben des Ministeriums jahrelang mit einer klagenden Eigentümergemeinschaft verhandelt, deren Grundstücke von dem Ausbau und von Naturschutz-Maßnahmen betroffen sind. "Die Eigentümergemeinschaft erhält eine Entschädigung für die Beeinträchtigungen, die mit dem Weiterbau der A49 verbunden sind", sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

Spatenstich für zwei Teilstrecken 2020

Im Juni war bekannt geworden, dass der Bund 1,1 Milliarden Euro für den Lückenschluss der A49 freigegeben hat: knapp die Hälfte für den Bau der noch fehlenden Autobahn-Kilometer, den Rest für die Betriebskosten für die kommenden 30 Jahre.

Die A49 soll Kassel mit der Region Gießen und der A5 verbinden, endet derzeit aber bei Neuental im Schwalm-Eder-Kreis. An einem ersten Abschnitt der insgesamt rund 43 Kilometer langen Erweiterung wird derzeit gebaut. Der Spatenstich für die beiden anderen Teilstrecken soll im Jahr 2020 gesetzt werden.

Sendung: hr-iNFO, 04.01.2018, 14.00 Uhr