Stephan Leyhe im Flug
Leyhe springt bei der Vierschanzentournee auf Platz 13. Bild © Imago

Die hessische Skisprung-Hoffnung Stephan Leyhe hat bei der Vierschanzentournee die Top Ten der Gesamtwertung knapp verpasst. Der Pole Kamil Stoch schrieb hingegen Skisprung-Geschichte.

Für Stephan Leyhe ist am Samstag eine durchwachsene Vierschanzentournee zu Ende gegangen. Beim letzten Springen in Bischofshofen landete der 26-jährige vom Skiclub Willingen nur auf dem 19. Rang. Damit rutschte er im Gesamtklassement auf den 13. Platz ab. Mit Sprüngen auf 124,5 und 122,5 Meter konnte Leyhe seine Leistungen aus den vorherigen Sprüngen nicht ganz bestätigen. Insgesamt kann der Nordhessen aber zufrieden sein.

Leyhe ist viertbester deutscher Springer und rundet damit ein gutes Teamergebnis für den DSV ab. Teamkollege Andreas Wellinger sicherte sich den zweiten Platz in der Tournee-Gesamtwertung.

Stoch jubelt über den Grand Slam

Den ganz großen Jubel gab es im Lager der polnischen Skispringer. Kamil Stoch hat als zweiter Skispringer nach Sven Hannawald alle vier Springen der Vierschanzentournee gewonnen. Der Olympiasieger aus Polen siegte nach seinen Erfolgen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck am Samstag auch beim vierten und letzten Springen in Bischofshofen mit Sprüngen auf 132,5 und 137 Meter. Hinter Stoch, der mit seinem Sieg auch die Führung im Gesamtweltcup vom derzeit verletzten Richard Freitag übernommen hat, landeten der Norweger Anders Fannemel und Andreas Wellinger auf den weiteren Podestplätzen.

In der Tournee-Wertung legte der 30-jährige Stoch fast 70 Punkte zwischen sich und die Konkurrenz. Gegen den Polen war bei dieser Tournee aber nichts auszurichten: Nachdem Rivale Freitag bei den ersten beiden Wettbewerben in Deutschland noch dicht dran war, schied der 26-jährige Sachse nach einem Sturz in Innsbruck verletzungsbedingt aus.

Pole schafft historische Leistung

Stoch hat damit nicht nur als erster Athlet nach dem inzwischen 43-jährigen Hannawald den Grand Slam in einem Jahr geschafft, sondern auch als erst dritter Athlet nach Helmut Recknagel und Hannawald saisonübergreifend fünf Springen bei der Tournee für sich entschieden. In die anstehenden Saisonhöhepunkte Skiflug-WM in Oberstdorf und Olympia in Pyeongchang geht Stoch nun als klarer Favorit.