Die Ironman-Siegerehrung
Jan Frodeno (m.) machte seine Konkurrenten beim und nach dem Rennen naß. Bild © picture-alliance/dpa

Das Imperium schlägt zurück: Jan Frodeno hat am Sonntag nicht nur den Ironman Frankfurt gewonnen, sondern mit einem neuen Laufrekord auch ein Statement in Richtung Konkurrent Patrick Lange abgegeben.

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Erleichtert reckte Jan Frodeno die Arme in die Höhe, ging langsam über die Ziellinie und brüllte seine Freude heraus. Mit einer bärenstarken Leistung hatte der Triathlon-Superstar gerade den Ironman Frankfurt gewonnen. Damit sicherte er sich nicht nur den Europameistertitel, er holte sich vor allem die Vormachtstellung in seiner Sportart zurück.

Seitdem der Nordhesse Patrick Lange im Herbst auf Hawaii überraschend zum WM-Titel gestürmt war, hatte Frodeno auf das nächste Langdistanz-Duell mit Lange gewartet. Am Sonntag war es in Frankfurt soweit und "Frodo" nutze Langes Heimrennen für eine Machtdemonstration.

Statement auf der Marathonstrecke

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Dabei lief zunächst gar nicht alles nach Frodenos Willen. Ein Trainingssturz wenige Wochen vor dem Wettkampf hatte die Vorbereitung gestört und auch beim Rennen selbst hatte er zunächst einige Probleme. Erst verschwamm sich Frodeno kurz im Langener Waldsee, dann konnte er Lange und seine weiteren Konkurrenten Patrick Nilsson und Nick Kastelein auf dem Rad nicht abschütteln.

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Doch das war alles egal, als der 36-Jährige mit knappem Rückstand auf den zwischenzeitlich führenden Australier Josh Amberger und knapp vor Rivale Lange auf die Marathon-Strecke ging. Denn auf den 42,125 Kilometern am Main bewies Frodeno allen, dass er nicht nur der wohl beste Triathlet der Welt, sondern eben auch ein herausragender Läufer ist.

"Es hat mich genervt..."

Kaum angelaufen legte er ein brutales Tempo vor, distanzierte den eigentlich für seine Laufstärke bekannten Lange Kilometer um Kilometer und kam am Ende mit der neuen Frankfurter Lauf-Rekordzeit von 2:39:06 Minuten am Römer an. Insgesamt brauchte er 8:00:58 Stunden um das Rennen vor Nilsson und Lange zu gewinnen.

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"Es war mir klar, dass ich gut laufen kann", sagte Frodeno danach, die Genugtuung offenkundig. "Es hat mich genervt, dass ich als zweitrangiger Läufer abgetan wurde." Sein Konkurrent Lange musste am Ende mit dem Podiumsplatz zufrieden sein und war zumindest über die Leistung auf dem Rad – seiner bisher schwächsten Disziplin – glücklich. "Ich habe gezeigt, dass ich mit Frodeno mithalten kann.“

Frankfurt in den Beinen, Hawaii im Sinn

Mit dem Erfolgserlebnis von Frankfurt im Rücken geht Frodeno nun mit Rückenwind in die Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii. "Mein großes Ziel ist es, noch einmal die WM zu gewinnen", machte der Wahl-Spanier deutlich. Er weiß, in den Lavawüsten von Kona braucht er erneut eine starke Laufleistung. Dass er das kann, hat er am Sonntag in Frankfurt bewiesen.

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