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Petra Behle wünscht sich, dass auch Länder und Orte abseits des Gigantismus wieder Ausrichterchancen erhalten. Bild © picture-alliance/dpa

Die ehemalige Biathletin und Olympiasiegerin Petra Behle spricht im hr-heimspiel! über die Olympischen Winterspiele, die deutschen Athleten und ihr Wunsch-Ausrichtungsland für weitere Spiele.

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Petra Behle zählt zu den erfolgreichsten Biathletinnen, nennt neun WM-Goldmedaillen ihr Eigen, hat an drei Olympischen Spielen teilgenommen und gewann 1998 in Nagano die Goldmedaille mit der Staffel.

Die aktuellen Erfolge der deutschen Biathleten nimmt sie mit Begeisterung auf: „Es freut mich besonders, dass wir schon drei Medaillengewinner haben, darunter zwei Männer“, sagte sie Montagabend in der Sendung heimspiel! des hr-fernsehen. Dass vor allem Laura Dahlmeier abräumt, sei für sie zu erwarten gewesen: „Da geht noch mehr.“

Winterspiele nach Deutschland holen

Olympische Winterspiele sind für die gebürtige Offenbacherin und Wahl-Willingerin auch immer ein Blick zurück. „Ein bisschen schwingt da schon was mit. Es ist nicht wirklich Wehmut, eher ein wenig Neid, dass ich diese besonderen Momente nicht mehr erleben darf. Aber ich hatte das Glück und habe diese Momente erlebt. Und da bin ich noch sehr emotional“, so die 46-Jährige.

Dass die Spiele immer wieder in die Kritik geraten, zu Gigantismus und Übertreibung neigen, sieht Behle mit Sorge: "Es wird größer, gigantischer. Es nimmt riesen Ausmaße an. Es ist die Frage, ob das sein muss." Das Erlebnis Olympische Spiele sei allerdings vor allem aus Sportlersicht das Größte, was diese erleben können und zum anderen sei es auch ein Event, dessen Glanz Menschen vor den Fernseher lockt. „Wir wollen natürlich alle die schönen Bilder sehen, das große Drumherum sehen“, so Behle. „Ich hoffe sehr, dass es gelingt, dass die Spiele auch dort wieder willkommen sind, wo sie vielleicht auch hingehören. Also bei uns zum Beispiel in Deutschland.“