Melsungen und Wetzlar
Melsungens Handballer (li.) und ihre Wetzlarer Kollegen beim Fotoshooting. Bild © MT Melsungen, HSG Wetzlar

Nach der Sommerpause geht es für die MT Melsungen und HSG Wetzlar wieder ans Eingemachte. Die Vorbereitung begann für die Spieler zunächst mit einem "Marathon" anderer Art.

Vor dem Trainingsstart hieß es für die Handballer aus Melsungen und Wetzlar erst mal stramm stehen. Denn beide Clubs starteten in dieser Woche mit den obligatorischen Fotoshootings in die Vorbereitung. Während die Wetzlarer ihre Bilder schon nach wenigen Stunden im Kasten hatten, absolvierten die Bartenwetzer einen wahren Knipser-Marathon. Erst nach zwei Tagen waren schließlich alle Aufnahmen gemacht – und MT-Trainer Heiko Grimm geschafft: "So was gab es zu meiner Zeit als Profi nicht."

Zum PR-Termin in der Kasseler Rothenbach-Halle war die Mannschaft noch nicht vollzählig. Rückkehrer Dimitri Ignatow (aus Hildesheim) fehlte, weil er sich mit der deutschen U20-Auswahl auf die Junioren-EM vorbereitet. Dafür streiften sich die anderen Neuzugänge Yves Kunkel (Leipzig), Domagoj Pavlovic (Zagreb) und Simon Birkefeldt (Holstebro/Dänemark) das MT-Trikot beim Fotoshooting über. Nicht anwesend war Gabor Langhans, mit dem die Melsunger nicht mehr planen. Der Halbrechte kann sich nach Angaben von MT-Manager Axel Geerken einen neuen Verein suchen.

Wandschneider begrüßt sieben Neue

Auch bei der HSG Wetzlar stehen einige neue Gesichter im Kader. Tibor Ivanisevic (Handbold/Dänemark), Emil Frend Öfors (Kiel), Nils Torbrügge (N-Lübbecke), Lenny Rubin (Thun/Schweiz) und Lars Weissgerber (Saarlouis) hören ab sofort auf das Kommando von Trainer Kai Wandscheider. Dazu kommen die beiden Nachwuchstalente Torben Waldgenbach (Hochdorf) und Ian Weber aus der eigenen Jugend. "Wir haben nicht viel Zeit, um eine neue Mannschaft zu formen", sagte Wandschneider mit Blick auf den Bundesliga-Start am 23. August daheim gegen die SG Bietigheim.

HSG Wetzlar
HSG-Trainer Kai Wandschneider mit seinen Neuen. Bild © HSG Wetzlar

Melsungen will es besser machen

Bis dahin stehen bei der HSG einige Testspiele an sowie ein ab Dienstag beginnendes Trainingslager in Kappl. "Dort stehen Teambuildung-Maßnahmen an, anonsten jede Menge Training", meinte Wandschneider zu den Abläufen in Österreich. Dort wollen die Mittelhessen die Grundlagen legen für eine sorgenfreie Saison. Denn auch für das Spieljahr 2018/2019 haben sich die Wetzlarer sportlich bescheidende Ziele gesetzt. Vorrangig geht wieder darum, frühzeitig den Klassenerhalt einzufahren.

Die Melsunger sind ebenfalls im Alpenraum unterwegs. Grimm und seine Mannen beziehen ab Sonntag ein Trainingslager in Esslingen und dann im schweizerischen Luzern. Bevor die MT-Handballer jedoch aufbrechen, zeigen sie sich am Freitag im Schlosspark ihren Fans. Dann werden die Offiziellen sicherlich auch etwas zu den Saisonzielen sagen. Nach dem enttäuschenden siebten Rang wollen die Nordhessen, die zum Start am 23. August den SC Magdeburg empfangen, wieder um die Europacup-Plätze mitspielen.