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Der neue RW-Trainer Mario Basler auf der Pressekonferenz. Bild © hr

Mario Basler ist am Donnerstag als neuer Trainer von RW Frankfurt vorgestellt worden. Der Ex-Nationalspieler soll den Hessenligisten bis mindestens Dezember führen.

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Jetzt ist es offiziell: Ex-Nationalspieler Mario Basler übernimmt das Ruder beim Fußball-Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt. Der Traditionsclub vom Brentanobad präsentierte den 48-Jährigen am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. "Ich hoffe, dass ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen kann", sagte Basler vor zahlreichen Medienvertretern.           

Basler bezeichnet sich selbst als Interimslösung und wird zunächst bis 9. Dezember auf der RW-Bank sitzen. Anschließend soll ein neuer Coach gesucht werden. Sein Debüt gibt Basler, der mit Aufsichtsratsmitglied Johny Baez befreundet ist, am Samstag (15 Uhr) in der Partie beim Mittkonkurrenten FC Ederbergland.   

Schon am Mittwoch hatte der Verein dem hr-sport bestätigt, dass der Europameister von 1996 als Aushilfscoach beim Club vom Brentanobad anheuern wird. "Es ist ein Freundschaftsdienst, es geht nicht um Geld. Es geht darum, einem Traditionsverein zu helfen", erklärte Basler, der zuletzt vor fünf Jahren auf der Trainerbank saß.

Mit Basler zurück in die Spur finden

Trotzdem hoffen die Verantwortlichen bei Rot-Weiss, dass Basler den Verein sportlich wieder auf Kurs bringt. Die Frankfurter stehen derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz und befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. In der vergangenen Saison hatte der Club noch ans Tor zur Regionalliga Südwest geklopft, war aber in den Aufstiegsspielen gescheitert.

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Basler, der zuletzt als Geschäftsführer Sport bei Lok Leipzig tätig war und zuvor in Oberhausen, Burghausen und Trier als Chefcoach arbeitete, tritt die Nachfolge von Daniyel Cimen an. Der Ex-Profi von Eintracht Frankfurt hatte seinen Vertrag Ende September auf eigenen Wunsch hin aufgelöst und war zum Ligakonkurrenten Watzenborn-Steinberg gewechselt.

Finanzielle Situation "sehr angespannt"

Das Gehalt von Basler wird von privaten Sponsoren übernommen. Dass das Engagment Baslers in Frankfurt zeitlich befristet ist, hängt wohl auch mit der finanziellen Situation der Rot-Weissen zusammen. Der neue Clubboss Ersan Dincer bezeichnete die wirtschaftliche Lage des Clubs als angespannt. "Der Verein braucht Geld", sagte der Präsident auf der Pressekonferenz.

Mit dem Ex-Nationalspieler möchte sich der Club freilich interessanter bei Sponsoren machen. Inwieweit der RW-Trikotsponsor, ein FFK-Saunaclub, bei dem Deal seine Finger im Spiel hat, ist nicht bekannt. Erst am Montag war bekannt geworden, dass der Verein weiter auf Trikots und Banden für das Etablisement werben darf. Mit der Verpflichtung Baslers hat sich der Club nun binnen weniger Tage erneut ins Rampenlicht gerückt.