Gacinovic Erndtebrück
Mijat Gacinovic erzielte gegen Enrdtebrück das 2:0. Bild © Imago

Eintracht Frankfurt hat sein Erstrunden-Match im DFB-Pokal gegen den TuS Erndtebrück gewonnen. Obwohl die Hessen fast 70 Minuten lang in Unterzahl agierten, geriet der Auswärtssieg nie ernsthaft in Gefahr.

Videobeitrag

Video

zum Video Eintracht besiegt Erndtebrück - die Highlights

Ende des Videobeitrags

Eintracht Frankfurt hat den Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft. Die Hessen setzten sich am Samstag trotz einer frühen Roten Karte für Kapitän David Abraham mit 3:0 (1:0) gegen den Regionalligisten aus Erndtebrück durch.

Obwohl Abraham gegen den davongeeilten Yuki Nishiya die Notbremse zog (22. Minute) und vom Platz musste, war die Eintracht über die kompletten 90 Minuten das dominante Team. Timothy Chandler brachte den Bundesligisten mit einem strammen Rechtsschuss in Führung (35.). Mijat Gacinovic erhöhte nach einer tollen Einzelleistung auf 2:0 (70.). Neuzugang Sébastien Haller machte den Sack bei Dauer-Nieselregen vor 13.106 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion zu (75.).

Haller gefährlichster Frankfurter

Trainer Nico Kovac hatte sich den Ausflug ins 125 Kilometer entfernte Siegen sicher leichter vorgestellt, auch wenn ihm die verletzten Schlüsselspieler Marco Fábian, Alexander Meier, Omar Mascarell und Carlos Salcedo fehlten. Jonathan de Guzmán, der nach seinem Wechsel aus Neapel bislang kaum Einheiten mit der Mannschaft absolviert hat, ließ Kovac zu Hause.

Dennoch bot er drei Neuzugänge in der Startelf auf, darunter Rekordtransfer Haller. Der Franzose war für sieben Millionen Euro vom FC Utrecht gekommen und gegen Erndtebrück von Beginn an gefährlichster Frankfurter. In der 10. und zweimal in der 27. Minute verzog der Stürmer jedoch knapp, auf der anderen Seite hatte Nishiya (23.) direkt nach dem Platzverweis die Chance, den Außenseiter in Führung zu bringen.

Hasebe in die Viererkette

Zehn Minuten vor der Pause traf Chandler und beruhigte damit die Nerven seines Trainers und zugleich die Tausenden mitgereisten Fans, die erneut ihrem Unmut über den verhassten DFB Luft machten - auch mit Bengalos und Böllern.

Nach Abrahams Aussetzer rückte Routinier Makoto Hasebe in die Viererkette, die zum Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg am Sonntag in einer Woche (15.30 Uhr) anders aussehen soll. Ein Innenverteidiger steht noch auf Kovacs Wunschzettel. Auch nach einem Ersatz für Spielgestalter Fábian schauen sich die Frankfurter noch um.

Nishiya wirbelt für die Hausherren

Gegen den Tabellenzehnten der Regionalliga West brauchten die Frankfurter in der zweiten Halbzeit die Künste ihres wechselwilligen Torwarts Lukas Hradecky. Der von Benfica Lissabon umworbene Finne hielt die Führung nach Chandlers Ausrutscher gegen Nishiya (57.) fest. Zweimal (57./74.) schoss der 1,66 Meter große Mittelstürmer zudem knapp an Hradeckys Tor vorbei. Gacinovic und Haller sorgten für die Entscheidung.

Weitere Informationen

Erndtebrück - Eintracht Frankfurt 0:3 (0:1)

Erndtebrück: Aubele - Tanidis, Covic, Rente, Jordan - Konate, Zeller (46.Tabaku) - Kadiata (66.Valentini), Mirroche - Nishiya, Saka (74.Niemann)   

Frankfurt: Hradecky - Chandler, Russ, Abraham, Tawatha - Fernandes, Hasebe - Kamada (73.Willems), Gacinovic - Haller (87.Jovic), Hrgota (52.Wolf)  

Tore: 0:1 Chandler (35.), 0:2 Gacinovic (70.), 0:3 Haller (75.)  

Gelbe Karten: Rente, Konate /  -
Rot: Abraham (22./Notbremse)  

Schiedsrichter: Kempkes (Thür)
Zuschauer: 13.160

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr1, hr1-heimspiel!, 12.8.2017, 15 Uhr