Marius Wolf bejubelt seinen Treffer gegen den BVB
Marius Wolf ist bei Eintracht Frankfurt durchgestartet. Bild © Rhode/Storch

Dank einer starken Hinrunde hat sich Leihspieler Marius Wolf seinen Platz im Kader von Eintracht Frankfurt erkämpft. Eines Tages soll sein Platz aber mal der neben einem Superstar sein.

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Als die aktuelle Bundesliga-Saison gerade einmal zehn Spieltage alt war, da konnte Marius Wolf im Prinzip schon damit anfangen, die nächste Saison zu planen. "Er hat eine richtig gute Entwicklung genommen. Ich bin mir sicher, dass wir die Option ziehen und in Zukunft noch viel Freude an ihm haben werden", hatte Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac nach dem Auswärtsspiel in Mainz (1:1) über den 22-Jährigen gesagt. Wolf ist derzeit von Ligakonkurrent Hannover 96 ausgeliehen, die Eintracht kann ihn per Kaufoption sowie für eine kolportierte Ablösesumme von 500.000 Euro fest verpflichten. Und genau darüber würde sich Hinrunden-Gewinner Wolf ziemlich freuen. 

"Ich fühle mich hier wohl. Das sage ich, seitdem ich hier bin. Ich will bleiben", sagte er am Freitag im Trainingslager in der Nähe von Alicante (Spanien). Erste Gespräche mit den Eintracht-Verantwortlichen habe es bereits gegeben. "Aber jetzt ist erst einmal Fußball angesagt – und dann sehen wir am Ende der Saison weiter." Das Lob von Trainer Kovac nach dem Mainz-Spiel? "Für mich nur ein Grund, noch mehr zu arbeiten", gibt sich Wolf bescheiden. 

15 Spiele, acht Scorerpunkte

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Die Hinrunde lief für den Flügelspieler – vorsichtig ausgedrückt – ziemlich gut. In insgesamt 15 Einsätzen in Liga und Pokal gelangen ihm vier Tore und vier Vorlagen, zu den bisherigen Highlights zählt er selbst seinen ersten Bundesliga-Treffer gegen Borussia Dortmund (2:2) oder die Partie gegen seinen Stammverein Hannover (2:1). Kurzum: Wolf lebt derzeit auf der Sonnenseite des Profi-Daseins, die Schattenseite will er nun endlich hinter sich lassen. 

In Hannover hatte er sich nie wirklich durchsetzen können und kam meist in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga zum Zuge. "Wenn man zu den Amateuren geschickt wird, ist es nicht einfach", blickt der 22-Jährige auf jene Zeit zurück, in der er oft den Kontakt zu seinen Beratern und vor allem zu seinen Eltern gesucht hatte. Heute könnte man sagen: Diese Erfahrung hat ihn offensichtlich genauso stark gemacht wie die Schulterverletzung, die ihn Ende April heimsuchte. 

Neymar als Ansporn

"Ich habe an mir gearbeitet, während der Verletzung habe ich viel an Muskelmasse zugelegt", verriet Wolf. "Ich war mal bei 74 Kilo, jetzt sind es 79 oder 80." Unabhängig von der körperlichen Verfassung – seit einem kurzen Treffen mit Paris-Superstar Neymar Ende vergangenen Jahres hat der Eintracht-Profi einen neuen Traum: "Es war cool, ihn mal zu sehen. Und es ist natürlich ein Ansporn, irgendwann vielleicht mal mit oder gegen so jemanden zu spielen." Das zählt vermutlich aber noch nicht zu Marius Wolfs Planungen für die nächste Saison.