Marco Fabian liegt enttäuscht am Boden
Marco Fabián fällt erneut lange aus. Bild © Imago

Die Frankfurter Eintracht muss schon wieder auf den rätselhaften Patienten Marco Fabián verzichten. Der Spielmacher klagt über die gleichen Beschwerden wie schon im Winter.

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Marco Fabián

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schock bei der Eintracht: Ausfall von Marco Fabian

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Die Hinrunde der kommenden Saison beginnt für die Frankfurter Eintracht genau wie die Rückrunde der vergangenen: ohne Marco Fabián. Der Mexikaner, der nach Lendenwirbel-Problemen bereits die ersten sieben Partien dieses Jahres verpasst hatte, muss erneut für mindestens zwei Monate pausieren. Besonders bitter und besorgniserregend dabei: Der Grund für den Ausfall ist derselbe wie im Januar.

Fabián leidet an einer sogenannten Diskopathie – einer durch ein Hohlkreuz bedingten Schädigung der Bandscheibe. Im Frühjahr sorgten die Ärzte von Real Madrid mit zwei Spritzen in den Wirbelkanal für Besserung, nun ist die Verletzung erneut ausgebrochen und strahlt offenbar ins Bein aus. Die Ursachen für die Beschwerden liegen im Rücken, die Schmerzen hat Fabián im Knie.

Die Schmerzen sind zurück

Nach zwei Trainingseinheiten im Trainingslager in Gais war die Vorbereitung für den Spielmacher frühzeitig beendet, am Donnerstag brach er seinen vorerst letzten Comeback-Versuch nach wenigen Minuten ab und stellte die Medizinabteilung und Trainer Niko Kovac vor ein Rätsel. "Wir müssen gucken, ob das wirklich nur das Knie ist. Vielleicht hängt es auch mit dem hinteren Oberschenkel zusammen – oder dem Gesäß oder dem Nacken", hatte Kovac schon vergangene Woche spekuliert.  "Wir müssen der Sache weiter auf den Grund gehen."

Der Grund für die Beschwerden ist nun gefunden, zur großen Erleichterung trägt die Diagnose jedoch nicht bei. Im Gegenteil. "Nach einer wiederkehrenden Problematik in der Lendenwirbelsäule muss sich der mexikanische Nationalspieler einer konservativen Behandlung bei einem Spezialisten unterziehen", hieß es offiziell von der Eintracht. Wo genau Fabián durchleuchtet wird, ist nicht bekannt.  Ob dieses Mal eine langfristige Heilung in Aussicht steht, wohl auch nicht.

"Es tut weh, dass er verletzt ist"

"Wir werden Marco bestmöglich unterstützen", versprach Sportvorstand Fredi Bobic, der gemeinsam mit Trainer Niko Kovac nun nach einem Ersatz in den eigenen Reihen Ausschau halten muss. Wie schwer das ist, zeigte die vergangene Saison schmerzlich. Ohne Fabián krankt die Eintracht-Offensive gewaltig, der Mexikaner ist der mit Abstand beste Fußballer im Team und nicht qualitativ gleichwertig zu ersetzen. "Es tut weh, dass er verletzt ist", bedauerte auch Offensiv-Kollege Branimir Hrgota am Mittwoch.

Fabián selbst, der in der vergangenen Woche mit auffallend überlauniger Miene vom Platz getrottet war, meldete sich unterdessen bei Instagram zu Wort. "Wachse und erstarke aus der Schwierigkeit. Der Glaube kennt keine Niederlage", schrieb er. Derzeit hilft wohl tatsächlich nur noch beten.

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