Die Eintracht-Academy in den USA
Im Auftrag der Eintracht: Alexander Strehmel sucht Talente in den USA. Bild © Joscha Bartlitz (hr)

Die Eintracht wagt auch bei der Ausbildung junger Fußballer den Sprung über den großen Teich und lässt in den USA ein Leistungszentrum nach Frankfurter Vorbild errichten. Der Clou: Es kostet nichts.

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Weit oben im Norden der USA, im Bundesstaat Michigan, gibt es viel Grün, jede Menge Seen und die Auto-Hauptstadt Detroit. Wirft man einen Blick in den Reiseführer, ist die Gegend in unmittelbarer Nähe der kanadischen Grenze vor allem bei Naturliebhabern und Sportlern sehr beliebt. Ganz oben auf der Liste: Wassersport und Eishockey. Neu dabei und immer beliebter: Fußball.

"Es gibt hier sehr viele Talente", bestätigt Ex-Profi und Cheftrainer Alex Strehmel im Gespräch mit dem hr-sport die wachsende Begeisterung für Soccer, wie es in den USA noch immer genannt wird. "Unser Problem ist nur, dass der Nachwuchs zu wenig gefördert wird." Genau das soll sich mit Hilfe der Frankfurter Eintracht jetzt aber ändern.

Heimat für 300 bis 400 Talente

Der hessische Bundesligist unterstützt den Bau einer Jugend-Academy im Stile der deutschen Nachwuchsleistungszentren mit Knowhow und dem in Amerika gerne gesehenen Glanz eines Bundesligisten. Im Gegenzug sollen irgendwann US-Wunderkinder den Sprung in den Frankfurter Profikader schaffen. "Wir wollen hier gemeinsam mit der Eintracht gute Fußballer produzieren. Für Frankfurt und die US-Nationalmannschaft", umreißt Strehmel die Visionen des rund vier Millionen Dollar teuren Projekts. Eintracht-Stars made in the USA.

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Im Total Sports Park in Washington (Michigan) soll dafür eine Schule für 300 bis 400 Kinder entstehen, zusätzlich zu den bereits vorhandenen 20 Rasenplätzen sind zwei weitere bundesligataugliche Fußballfelder in Planung. Kraftraum, Sauna und "eine Super-Halle", wie Strehmel es nennt, dürfen auch nicht fehlen. Sprich: Die besten Talente des Landes sollen unter besten Bedingungen zu Profifußballern reifen.

Los geht es ab September 2019, bis dahin können sich interessierte Kids bereits in zweiwöchigen Camps präsentieren und für einen der Ausbildungsplätze empfehlen.  Gesucht werden die besten Kicker ab elf Jahren.

Kooperation zum Nulltarif

Der Mann, der das alles plant und im Blick hat, ist der 50 Jahre alte Strehmel. Der im Landkreis Göttingen geborene Sohn eines US-Soldaten kann auf 215 Bundesliga-Spiele für den VfB Stuttgart und Unterhaching zurückblicken, nach seiner aktiven Laufzeit arbeitete er unter anderem als Co-Trainer von Lorenz-Günther Köstner beim VfL Wolfsburg. Seit 2016 ist er in den USA und als Headcoaching-Director verantwortlich für das Training in der Global Performance Academy (GPA), wie es offiziell heißt.

Die Eintracht-Academy in den USA
So soll die Academy mal aussehen. Bild © GPA

Auf der Suche nach einem Partner in der Bundesliga funkte er vor knapp sechs Monaten bei Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic durch und erklärte ihm sein Konzept. Ein paar Wochen und einige Ortsbesuche später besiegelten Eintracht-Vorstand Axel Hellmann und GPA-Geschäftsführer Andy Kotsovos am Tag vor dem Pokalfinale offiziell die "strategische Partnerschaft".

Inhalt: Die Eintracht stellt Trainer, Talente und den Namen zur Verfügung, die Finanzierung und Umsetzung übernehmen die Amerikaner. "Wir wollen die deutsche Expertise hierher bringen und die US-amerikanische Heimat der Eintracht errichten", erklärt Kotsovos die Kooperation zum Nulltarif.

Von Michigan zur WM 2026?

Insgesamt sechs Jahre arbeitet die GPA schon an diesem Projekt, der personelle und inhaltliche Austausch soll nun im besten Fall zu einer klassischen Win-Win-Situation führen. Die Amerikaner bekommen fachliche Unterstützung, die Eintracht vielleicht mal einen eigens aufgezogenen US-Profi.

Das Fernziel der Akademie steht indes schon fest: "Die WM 2026 findet in den USA und Mexiko statt", so Strehmel. "Wenn wir das hier gut aufziehen, dann werden wir Spieler von hier zu diesem Turnier schicken." Am besten natürlich einen, der vor und nach der Weltmeisterschaft das Trikot der Eintracht trägt.


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