Marius Wolf
Marius Wolf fühlt sich bei der Eintracht wohl. Bild © Imago

Das Spiel gegen Hannover 96 ist für Eintracht-Profi Marius Wolf ein ganz Besonderes. Immerhin haben die Frankfurter den Flügelspieler nur von den Niedersachsen ausgeliehen. Mit dem Herzen ist Wolf aber voll und ganz in Hessen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Marius Wolf: "Ist immer was Besonderes"

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Es ist für gewöhnlich eine Zwickmühle: Immer wenn ein Fußballer an einen anderen Verein verliehen wird und dann in einem Punktspiel auf seinen eigentlichen Arbeitgeber trifft, schlagen zwei Herzen in seiner Brust. Einerseits möchte man natürlich gut spielen, für sich und seine Teamkameraden. Andererseits möchte man den ehemaligen und vielleicht künftigen Kollegen auch nicht zu doll in die Suppe spucken. Bei Hannover-Leihgabe Marius Wolf muss sich Eintracht-Trainer Niko Kovac über solche Gewissensbisse aber wohl keine Sorgen machen.

Kapitel Hannover schon wieder beendet

"Natürlich ist das Spiel gegen den Ex-Verein immer etwas Besonderes. Aber ich gehe es genauso an wie jedes andere Spiel auch", sagte Wolf mit Blick auf das Spiel bei Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr). Das sorgte prompt zu einer Nachfrage bei den Journalisten, ob er gerade wirklich von seinem "Ex-Verein" gesprochen habe. Immerhin hat der Mittelfeldspieler in Hannover noch bis 2019 Vertrag. Die kurze Antwort: Ja, hat er. Die Erklärung: "Für mich ist Hannover Geschichte momentan. Ich spiele ja hier und für mich ist Frankfurt schon mein Verein. Ich fühle mich hier sehr wohl."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Marius Wolf: "Habe noch Kontakt"

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Nicht nur wegen dieser Worte scheint es unwahrscheinlich, dass Wolf nach Leih-Ende kommenden Sommer nach Hannover zurückkehrt. Im Januar 2016 wechselte der heute 22-Jährige von 1860 München an den Maschsee. Zum Einsatz kam er dort so gut wie nie. Der damalige Trainer Daniel Stendel setzte nicht auf die Dienste des flinken Tattoo-Fans und schob ihn in die zweite Mannschaft ab. Seit seinem Wechsel nach Frankfurt (Januar 2017) läuft es besser.

Verletzung wirft Wolf zurück

Immerhin fünf Bundesligaspiele stehen inzwischen in Wolfs Vita. Gegen RB Leipzig stand er zuletzt sogar in der Startelf und gab seine erst Torvorlage. Zum Stammpersonal zählt Wolf allerdings auch in Frankfurt nicht. Im DFB-Pokalhalbfinale zog er sich vergangene Saison eine schwere Schulterverletzung zu, die ihn auch noch in der Sommervorbereitung zusetzte.

"Natürlich war die Verletzung ein bisschen blöd. Die hat mich schon nach hinten geworfen", sagt Wolf, der trotzdem lieber das Positive seit seinem Wechsel nach Frankfurt hervorheben mag: "So, wie ich hierhergekommen bin und wie weit ich jetzt schon bin…" Er müsse einfach weiter hart arbeiten, um noch mehr Spielzeit zu bekommen. Am liebsten würde er die natürlich schon am Samstag bekommen. Gegen Hannover 96. Gegen seine "Ex".