Adi Hütter wird offiziell neuer Trainer von Eintracht Frankfurt
Adi Hütter Bild © Imago

Die Nachfolge von Eintracht-Trainer Niko Kovac ist geklärt. Der Club bestätigte am frühen Mittwochabend die Verpflichtung von Trainer Adi Hütter.

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Adi Hütter wird neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Der Österreicher, frisch gebackener Schweizer Meister mit Young Boys Bern, erhält bei den Hessen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

Das bestätigte der Pokalfinalist, der am Samstag im Endspiel in Berlin auf Rekordsieger Bayern München trifft, am frühen Mittwochabend. Hütter tritt die Nachfolge von Niko Kovac an. Der Kroate betreut ab der kommenden Saison die Bayern. In Bern besaß Hütter einen bis zum Sommer 2019 gültigen Vertrag. Young-Boys-Assistenztrainer Christian Peintinger begleitet ihn nach Frankfurt, wie die Schweizer mitteilten.

Hütter ist "Wunschkandidat"

"Adi ist ein echter Fußballfachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Clubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann. Er passt daher perfekt zu unserem Club", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

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Adi Hütter im Porträt

Der neue Eintracht-Trainer erblickte am 11. Februar 1970 in Hohenems (Österreich) das Licht der Welt. Seine aktive Laufbahn startete er beim SCR Altach. 1992 wechselte er zum Grazer AK und später nach Salzburg. Dort gewann der 14-fache Nationalspieler Österreichs mit der Austria drei Mal die Meisterschaft. Nach weiteren Stationen in Graz, beim Kapfenberger SV und RB Salzburg beendete Hütter 2007 seine Laufbahn.
2009 übernahm er den Trainerposten in Altach. Drei Jahre später wechselte er zum SV Grödig und führte den Club auf Anhieb in die Bundesliga. Nach einem Intermezzo bei RB Salzburg (2014 bis 2015) wechselte Hütter zu Young Boys Bern. Die Schweizer führte er in dieser Saison zum ersten Titelgewinn seit 32 Jahren. Privat ist Hütter verheiratet und hat eine Tochter. Seine Familie lebt aktuell in Salzburg.   

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"Adi war immer unser Wunschkandidat, und unsere konstruktiven Gespräche sind letztendlich zu einem guten Ergebnis gekommen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit", so Bobic weiter.

Offizielle Vorstellung folgt

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Hütter selbst erklärte: "Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung. Als Spieler blieb mir die Bundesliga verwehrt, obwohl ich einmal ein Angebot hatte. Als Trainer hatte ich bereits das eine oder andere Angebot aus der Bundesliga ausgeschlagen. Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können."

Der 48 Jahre alte Hütter hatte die Young Boys in seiner dritten Saison zum ersten Meistertitel in der Schweiz seit 32 Jahren geführt. Am 27. Mai kann Hütter mit einem Sieg im Pokalfinale gegen den FC Zürich sogar das Double holen. Erst danach werde er offiziell vorgestellt, teilte die Eintracht mit.

14 Länderspiele

Als Aktiver feierte Hütter seine größten Erfolge mit Austria Salzburg. Insgesamt trug er 14 Mal das Nationaltrikot seines Landes. Seit seinem Karriereende 2007 arbeitet er als Trainer, unter anderem als Nachfolger von Roger Schmidt ein Jahr bei Red Bull Salzburg. Neben Hütter galten zuletzt der Kroate Slaven Bilic, David Wagner von Huddersfield Town und Ralph Hasenhüttl, von dem sich RB Leipzig am Mittwoch getrennt hatte, als mögliche Kandidaten.

Berns Sportchef Christoph Spycher – zwischen 2005 und 2010 selbst für die Eintracht am Ball gewesen – bedauert seine Abgänge sehr. "Aber uns blieb natürlich nicht verborgen, dass unsere tollen Leistungen nicht nur Interessenten für unsere Spieler, sondern auch für Adi Hütter auf den Plan gerufen haben", wird er auf der zitiert. "Adi hat sich stets sehr korrekt verhalten und uns auf dem Laufenden gehalten. Wir gönnen ihm diesen Karriereschritt."