Claudia Roth und Peter Fischer
Claudia Roth und Peter Fischer Bild © picture-alliance/dpa

Rückendeckung aus der Politik für Eintracht-Präsident Peter Fischer: Grünen-Politikerin Claudia Roth springt dem Frankfurter im Streit mit der AfD bei – und wünscht sich mehr Engagement von allen Fußball-Fans.

Grünen-Politikerin Claudia Roth und Eintracht-Präsident Peter Fischer haben einiges gemeinsam. Beide gelten seit Jahren als Reizfiguren, beide greifen im heimischen Kleiderschranke gerne mal zur Kategorie "gewagt" – und beide setzen sich lautstark gegen Rassismus und für Menschenrechte ein. Daher verwundert es nicht, dass die Bundestag-Vizepräsidenten dem Eintracht-Boss auch in dessen seit Wochen lodernden Streit mit der AfD beispringt.

"Peter Fischer sagt zu Recht: Zu Eintracht Frankfurt passen die alten und die neuen Nazis nicht. Er will sie nicht im Stadion haben, nicht in seinem Verein", erklärte Roth im Gespräch mit dem hr-sport. Die Grünen-Politikerin gibt aber auch zu, dass sie andere Worte verwendet hätte. "Aber er hat es halt gesagt, wie er so ist und wie man ihn kennt."

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"Gutes Signal an die Fans"

Fischer hatte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt, dass es sich nicht mit der Eintracht-Satzung vertrage, die AfD zu wählen und später im hr-Gespräch nachgelegt: "Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben." Die AfD Hessen stellte daraufhin Strafanzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung.

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Für Roth waren die Aussagen des Eintracht-Präsidenten dagegen ein "gutes Signal", auch an die Fans und die Fangruppen. "Wenn Leute widerliche Slogans brüllen oder hetzen, darf das nicht erlaubt werden. Da müssen wir zeigen, dass es auf dem Fußballplatz keine Bühne für Rassismus und Rechtsextremismus gibt." Das sei ja immer wieder systematisch versucht worden, etwa in Dortmund. "Wenn jetzt von Eintracht-Fans höre, es gibt diese rassistischen Töne und Übergriffe bei ihnen nicht, dann wünsche ich mir mehr Peter Fischers."

Sendung: heimspiel!, 15.1.2018, 23 Uhr