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Jubel nach dem Abpfiff - die Eintracht steht im Pokalfinale. Bild © Imago

Berlin, Berlin, die Eintracht fährt nach Berlin! Die Frankfurter stehen im Pokalfinale. Das Team von Trainer Niko Kovac setzte sich am Dienstagabend bei Borussia Mönchengladbach in einem Elfmeter-Krimi durch.

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Eintracht Frankfurt hat dank der Elfmeter-Helden Lukas Hradecky und Branimir Hrgota das Endspiel des DFB-Pokals erreicht und darf vom ersten Titel seit fast 30 Jahren träumen. Die Hessen, die zuletzt 1988 den Pott holten, gewannen das Halbfinale am Dienstag mit 8:7 nach Elfmeterschießen (1:1, 1:1, 1:1) bei Borussia Mönchengladbach.

In ihrem ersten Pokal-Endspiel seit elf Jahren am 27. Mai in Berlin wird die Eintracht aber nur Außenseiter sein, den zweiten Final-Teilnehmer ermitteln am Mittwoch Bayern München und Borussia Dortmund (). "Das ist eine tolle Geschichte für uns. Wir sind unheimlich stolz auf die Mannschaft, auf die Moral, die sie gezeigt hat", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. "Insgesamt war es einfach ein toller Pokal-Fight."

Starker Start der Eintracht

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Taleb Tawatha hatte die Eintracht vor 54.014 Zuschauern am Ende einer starken Anfangs-Viertelstunde in Führung gebracht (15. Minute). Die Borussia kam in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Jonas Hofmann (45.+2) zum zu diesem Zeitpunkt unverdienten Ausgleich. Im Elfmeterschießen hielt dann Hradecky gegen Andreas Christensen und Djibril Sow, der Ex-Gladbacher Hrgota verwandelte für Frankfurt den entscheidenden Elfmeter.

Die Eintracht hat den Startplatz im Europacup aber trotzdem noch nicht sicher: Seit der vergangenen Saison erhält der Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga das Europa-League-Ticket, falls der Pokalsieger ohnehin für den Europacup qualifiziert ist. Als Neunter hat die Eintracht aber auch auf diesem Weg noch Chancen auf die Qualifikation.

Ausgleich vor der Halbzeit

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Lukas Hradecky

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Radioreportage: Das Elfmeterschießen in voller Länge

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Mit dem Schwung des jüngsten 3:1-Erfolgs in der Bundesliga gegen den FC Augsburg startete die Eintracht mutig und engagiert in die Partie. Bereits nach zwei Minuten musste Gladbachs Keeper Yann Sommer gegen Hrgota retten, der vom starken Marco Fabian geschickt worden war. Der Nachschuss des Mexikaners strich knapp am Tor vorbei. Die Borussia tat sich zu Beginn enorm schwer. Frankfurt spielte schnell und direkt nach vorne und überrumpelte die Gladbacher im eigenen Stadion. Die hochverdiente Führung für die Elf von Niko Kovac erzielte der neu in die Startelf gerückte Tawatha. Seinen Volleykracher konnte Sommer nur noch an den Innenpfosten lenken.

Den Gastgebern fehlten Struktur und Ideen. Die Hessen nahmen nach der Führung einen Gang raus, hatten das Spiel aber im Griff. Allerdings verpasste es die Eintracht, gegen verunsicherte Gladbacher nachzulegen. Gladbachs Coach Dieter Hecking reagierte und brachte Nico Schulz für den gelb-rot-gefährdeten Oscar Wendt (41.). Kurz vor der Pause wurden die Gastgeber doch noch einmal gefährlich: Hofmann ließ Hradecky nach einer Flanke von Ibrahima Traoré aus abseitsverdächtiger Position keine Abwehrchance und traf zum zu diesem Zeitpunkt unverdienten 1:1.

Dramatisches Elfmeterschießen

Nach dem Ausgleich fand die Hecking-Elf besser in die Partie, auch weil Frankfurt nun nicht mehr so konzentriert wirkte. Ganz große Torchancen spielte sich die Borussia aber nicht heraus. Auch die Eintracht konnte nicht an ihre starke Vorstellung anknüpfen, die Partie war nun hektisch und zerfahren. Einen Torschuss von Gladbach-Kapitän Lars Stindl parierte Hradecky (74.), weshalb es nach einer ereignisarmen zweiten Halbzeit in die Verlängerung ging.

Gladbach war nun die dominante Mannschaft, ohne sich klare Torchancen zu erspielen. Die Frankfurter wirkten müde und kaputt und schleppten sich in Richtung Elfmeterschießen. Erst gegen Ende der Verlängerung kamen die Gastgeber zu Chancen, konnten aber keine der Möglichkeiten nutzen, weshalb die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste.

Weitere Informationen

Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 7:8 (1:1, 1:1) n.E.

Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen,  Vestergaard, Wendt (41. Schulz) – Dahoud (80. Benes), Strobl – Traore (91. Herrmann), Hofmann - Hahn, Stindl          

Frankfurt: Hradecky - Hector, Abraham, Oczipka - Chandler, Mascarell (59. Wolf/72. Varela), Gacinovic, Tawatha (103. Russ) - Rebic (75. Seferovic), Fabian - Hrgota

Tore: 0:1 Tawatha (15.), 1:1 Hofmann (45.+2)   

Elfmeterschießen: 2:1 Stindl, 2:2 Oczipka, 3:2 Herrmann, 3:3 Hector, 4:3 Hahn, 4:4 Gacinovic, 5:4 Strobl, 5:5 Fabian, 6:5 Benes, 6:6 Russ, 7:6 Vestergaard, 7:7 Seferovic, Christensen scheitert, Varela scheitert, Sow scheitert, 7:8 Hrgota

Gelbe Karten: Wendt, Schulz, Hahn / Varela, Fabian

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 54.014 (ausverkauft)

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