Aymen Barkok
Aymen Barkok ist bei der Eintracht auf dem aufsteigenden Ass. Bild © Imago

Nach seinem Traumeinstand als Fußball-Profi 2016 ist es in dieser Saison etwas ruhiger geworden um Eintracht-Juwel Aymen Barkok. Lange Zeit spielte er im Bundesliga-Kader fast gar keine Rolle. Doch so langsam aber sicher scheint sich das Blatt wieder zu wenden.

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Aymen Barkok auf Bank

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Barkok: "Hoffe, ich werde jedes Spiel spielen"

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Aymen Barkok hat sich nie entmutigen lassen. Lange Zeit lief es in dieser Saison nicht rund beim 19-Jährigen. Am 8. Spieltag durfte er gegen Hannover für 22 Minuten mitwirken. Dann fand er sich dort wieder, wo er auch die ersten sieben Spieltage verbracht hatte: auf der Bank und auf der Tribüne. "Natürlich: Wenn man nicht spielt, ist man etwas traurig", sagt Barkok über seine spielerische Durststrecke. Seiner guten Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten habe das aber nicht wirklich einen Abbruch getan.

Frech, unkonventionell, erfolgreich

Barkok kam im Winter 2016 quasi aus dem Nichts – und ist eingeschlagen wie eine Bombe. Er feierte ein Bundesliga-Debüt, wie es sich jeder Jugendspieler wünscht. Gegen Werder Bremen war das, am 20. November 2016. In der 75. Spielminute wechselte Trainer Niko Kovac den damals 18-Jährigen ein, der es ihm 15 Minuten später mit dem Siegtreffer zum 2:1 dankte. Noch 17 Mal stand der freche Straßenkicker in der vergangenen Saison für die Eintracht auf dem Platz und betrieb Werbung in eigener Sache.

Barkok kann ein Spiel beleben. Er macht ungewöhnliche Dinge mit dem Ball. Er traut sich nicht nur ins Eins-gegen-eins, er sucht es geradezu. Manchmal will er ein bisschen viel – und ist das Spielgerät relativ schnell wieder los. Solange das nicht vor dem eigenen Tor passiert, sind solche Aktionen aber vom Trainer abgesegnet. "Im vorderen Drittel kann man sich austoben. Wenn man dort den Ball verliert, ist es nicht so schlimm, wie im ersten oder zweiten Drittel", erklärt Barkok die Vorgaben von Kovac. Für den Spielwitz des Youngsters gab es im Sommer aber zunächst keinen Platz auf dem Feld.

Kein Vorbeikommen an Boateng

Barkok hatte es zu Beginn der Saison schwer. In der neu zusammengewürfelten Mannschaft drängten sich neben altgedienten Spielern einige Neuzugänge auf. An den Jonathan de Guzmans und Kevin-Prince Boatengs gab es für den 19-Jährigen zunächst kein Vorbeikommen. Erst zum Ende der Hinrunde kam Barkok zu etwas mehr Einsätzen.

Seit dem 14. Spieltag stand er in jedem Bundesligaspiel zumindest für ein paar Minuten auf dem Platz. Ein Leihgeschäft, um vielleicht bei einem anderen Verein mehr Spielzeit zu bekommen, war somit wieder vom Tisch. "Natürlich habe ich ein paar Überlegungen im Kopf gehabt, vor allem, wenn ich das ganze Jahr nicht zum Einsatz gekommen wäre", gesteht Barkok. "Aber das hat sich dann ja auch schnell erledigt."

Im Training Gas gegeben

Stattdessen hat er sich bei Niko Kovac im Training immer und immer wieder angeboten. Mit seinen Einsatzzeiten in der Bundesliga kam auch das Lachen des Youngsters zurück. "Jetzt ist es wieder da", sagt Barkok und grinst sein breitestes Grinsen. Hoffentlich geht es mit Beginn der Rückrunde nicht wieder verloren.