dpa Slaven Bilic
Slaven Bilic gilt als heißer Kandidat auf den Trainer-Posten bei Eintracht Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Erst das DFB-Pokalfinale, dann die Vorstellung des neuen Trainers. So lautet der Zeitplan der Frankfurter Eintracht. Die Gerüchteküche, wer den scheidenden Niko Kovac beerben wird, brodelt aber schon jetzt heftig.

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Die Spekulationen, wer in der kommenden Saison auf der Eintracht-Trainerbank sitzt, nehmen Fahrt auf. Der Kreis der Kandidaten wird enger. Glaubt man den diversen Medien- und sonstigen Internetberichten, sollen maximal drei Übungsleiter noch in der Verlosung sein. Vielleicht haben Sportvorstand Fredi Bobic und Co. sogar schon eine Entscheidung getroffen.

Kandidat Bilic

Das Online-Portal SGE4ever ist jedenfalls schon einmal vorgeprescht, will Informationen haben, dass der Kroate Slaven Bilic das Rennen gemacht hat. Am Dienstag werde er einen Zwei- oder Dreijahresvertrag am Main unterschreiben. Bilic ist zumindest ein heißer Kandidat auf den vakanten Trainerposten.

Der 49-Jährige war zuletzt beim Premier-League-Club West Ham United angestellt. Im November vergangenen Jahres musste er gehen. Zuvor coachte Bilic unter anderem Besiktas Istanbul, Lokomotive Moskau sowie die kroatische Nationalmannschaft. Niko Kovac lässt grüßen.

Kandidat Wagner

Die Bild-Zeitung berichtet in ihrer Mittwochsausgabe wiederum von zwei verbliebenen Aspiranten auf den Job. Einer davon soll David Wagner sein, der im Boulevard gerne als bester Kumpel von Jürgen Klopp vorgestellt wird. Der gebürtige Frankfurter führte das kleine Huddersfield Town in der vergangenen Spielzeit überraschend in die Premier League. In dieser Saison folgte der Klassenerhalt.

Es ist also wenig verwunderlich, dass die Club-Bosse Wagner gerne halten möchten. Laut Bild besitzt der 46-Jährige allerdings wie Kovac eine Ausstiegsklausel (drei Millionen Euro) – und seine Frau würde gerne wieder nach Deutschland zurück.

Kandidat Hasenhüttl

Der dritte im Kandidatenbunde ist Leipzigs Ralph Hasenhüttl. Nachdem sich die angeknackste Beziehung zwischen den Bullen und dem Österreicher zuletzt wieder zu bessern schien, . Hasenhüttl hat noch ein Jahr Vertrag bei den Sachsen, hatte aber stets betont, nicht ohne eine Verlängerung desselbigen in die neue Spielzeit zu gehen. Bei einem Treffen am Dienstag blieb ein solches Angebot des Clubs aus. Am Mittwoch wurde Hasenhüttls Vertrag offiziell aufgelöst.

Der 50-Jährige ist heißbegehrt. Laut eigener Aussage hatte auch der FC Bayern seine Fühler nach dem Österreicher ausgestreckt. Weil der sich aber nicht vorstellen konnte, die 1a-Lösung zu sein, sagte er den Münchenern ab, "weil ich die internationale Erfahrung dafür noch nicht habe". Sollten die Frankfurter überraschend den DFB-Pokal gewinnen, könnte sich Hasenhüttl am Main weitere Sporen verdienen.

Kandidat "X"

Bei der Eintracht hüllt man sich wie gewohnt in Schweigen. "Man muss versuchen, es so lange wie möglich geheim zu halten", sagte Fredi Bobic jüngst im heimspiel! des hr-fernsehens. Vielleicht sei der künftige Eintracht-Coach ja noch woanders angestellt. Der Zeitpunkt, zu dem man einen Wechsel bekanntgibt, müsse in solch einem Falle eng abgestimmt sein.

Es dringen - und das kann Bobic zumindest schon einmal als Erfolg verbuchen - deutlich weniger an Informationen an die Öffentlichkeit, als das früher schon einmal der Fall war. Von daher scheint es zumindest nicht ausgeschlossen, dass die Eintracht keinen der drei genannten Trainer verpflichtet. Und doch noch einen "Mister X" aus dem Hut zaubert.