Eintracht-Stürmer Branimir Hrgota
Branimir Hrgota hofft auf möglichst viele Startelf-Einsätze für die Eintracht. Bild © Imago

Branimir Hrgota sieht sich im Kampf um die Stammplätze bei Eintracht Frankfurt gut gerüstet. Seine Fehler hat er aufgearbeitet, jetzt buhlt er um den Platz an der Seite von Sébastien Haller.

Die Trainingsgruppe von Eintracht Frankfurt änderte sich in den vergangenen Wochen beinahe täglich. Hier ein Wehwehchen, da ein fehlender Reisepass. Neuzugänge, Abgänge, Testspieler. Nach rund sechs Wochen Vorbereitung gibt es nur sehr wenige Profis, die wirklich das volle Programm von Trainer Niko Kovac durchgezogen haben. Einer von ihnen: Branimir Hrgota. "Ich war immer da", sagte der 24-Jährige am Mittwoch.

Hummels schwirrt noch im Kopf rum

Ob der schwedische Trainingsweltmeister für seine Dauer-Anwesenheit mit einem Stammplatz belohnt wird, ist jedoch offen. Die Alternativen im Frankfurter Angriff sind vielfältig, die Konkurrenz namhaft. "Ich bin froh, drei richtige Stürmer zu haben, die auch Tore machen", freute sich Coach Kovac, der sich in Abwesenheit von Alex Meier zwischen Hrgota und den beiden Neuzugänge Sébastien Haller und Luka Jovic entscheiden muss.

Hrgota, der in der vergangenen Saison immerhin 22 Mal von Beginn an ran durfte, sieht dem Konkurrenzkampf selbstbewusst entgegen. "Natürlich möchte ich Stammspieler werden", sagte er. Eine besonders starke Bewerbung hat er mit fünf Treffern in insgesamt 28 Bundesliga-Spielen für die Eintracht allerdings nicht vorzuweisen. Im Gedächtnis hängen geblieben ist vielen vor allem die vergebene XXL-Chance beim Spiel in München, als Hrgota quasi beim Torjubel noch von Mats Hummels abgegrätscht wurde.

Haller ist heiß begehrt

Eine von vielen Szenen, die Hrgota lange beschäftigten. "Ich habe mir meine vergebenen Chancen alle auf dem Handy angeschaut und versuche, daraus zu lernen." Mit Videoanalysen im Hosentaschen-Format zum Stürmer mit Bundesliga-Format. Dass das funktionieren kann, hat der ehemalige Gladbacher mit Toren in den Testspielen gegen Seattle (1:1) und den FSV Frankfurt (5:2) bereits angedeutet. "Ich habe im Training viel gezeigt und auch in den Testspielen Tore geschossen. Jetzt hoffe ich, dass ich spiele."

Wie gut die Chancen auf einen Platz in der Startelf wirklich sind, lässt sich derzeit nur sehr schwer einschätzen. Gut für Hrgota dürfte aber sein, dass Kovac in dieser Spielzeit wohl vermehrt auf ein System mit Doppelspitze setzt. Eine der beiden Positionen im Angriffszentrum ist zunächst für Sieben-Millionen-Mann Haller reserviert, Jovic und Hrgota zanken sich um den Platz an seiner Seite. Erste Flirtversuche der beiden Anwärter bleiben da natürlich nicht aus.

Hrgota preist sich an

"Mit Haller und mir passt das sehr gut", schwärmte Hrgota. Der eine groß und bullig, der andere technisch stark und schnell. "Haller ist ein sehr starker Stürmer, der gerne auf die hohen Bälle geht. Ich kann dann die zweiten Bälle holen." So klingen Attribute eines potenziellen Traumpaars, die so oder so ähnlich aber auch für die Kombination Haller-Jovic gelten. Die Entscheidung, wer in den ersten Spielen für die Eintracht-Tore sorgen soll, muss in den nächsten Tagen fallen. Kovac wird im Training genau hinsehen und sich dabei eins sicher sein können: Hrgota wird da sein.

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