Fredo Bobic
Fredi Bobic Bild © Imago

Sportvorstand Fredi Bobic bastelt im Trainingslager in den USA am künftigen Kader der Frankfurter Eintracht. Die Namen Francisco Geraldes und Ante Rebic bestimmen weiter die Schlagzeilen.

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Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic befindet sich weiterhin auf der Suche nach Neuzugängen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bobic über Hütter: "Jemand, den man anfassen kann"

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Wer den Fußball zu seinem Beruf gemacht hat, für den sind die Sommermonate traditionell eine der stressigsten Phasen des gesamten Jahres. Profis schwitzen auf Trainingsplätzen zwischen Medizinbällen und Taktiktafeln für eine erfolgreiche Vorbereitung, und Manager telefonieren sich auf der Suche nach Neuzugängen die Ohren heiß. Die Frankfurter Eintracht, die derzeit im Trainingslager in den USA weilt, ist da überhaupt keine Ausnahme.

Während Neu-Trainer Adi Hütter den Pokalsieger in Salt Lake City auf die anstehende Runde einstimmt, sieht sich Sportvorstand Fredi Bobic mit einer "Alle-Jahre-wieder-Aufgabe" konfrontiert: ein Team zu formen, das den erneuten Umbruch im Kader so gut wie möglich übersteht. "Es sind sicherlich Spieler gegangen, bei denen wir das nicht unbedingt wollten", gibt Bobic im Gespräch mit dem hr-sport zu.

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Und meint damit Leistungsträger wie Torwart Lukas Hradecky (Leverkusen), Omar Mascarell (Schalke 04) oder Marius Wolf (Borussia Dortmund). "Wir werden sicher auch wieder Spieler holen", verspricht der 46-Jährige – wohlwissend, dass die branchenbestimmende Weltmeisterschaft in Russland nach wie vor läuft und die Transferperiode hierzulande immerhin bis zum 31. August andauert. "Wir sind auf einem guten Weg." Auch bei Francisco Geraldes?

Die Gerüchte über einen Wechsel des Mittelfeldspielers von Sporting Lissabon zu den Hessen kontert Bobic angesichts einer Ausstiegsklausel über 45 Millionen Euro humorvoll: "Ja, und Messi wird auch noch kommen", sagt der Ex-Nationalspieler, einerseits scherzhaft, andererseits mit ernsthaftem Hintergrund. "Wir müssen gucken, dass wir in einem Bereich bleiben, der für uns finanzierbar ist." Geraldes könne sich die Eintracht "nicht leisten". Also ist der Deal definitiv ausgeschlossen? "Das habe ich nicht gesagt. Vielleicht kommt ja noch Geld rein."

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Richtig vom Tisch dürfte das Geraldes-Gerücht damit nicht sein. Fest steht nur: Die Brücke zu einem aus Frankfurter Sicht anderen wichtigen Akteur ist damit unweigerlich geschlagen. Ante Rebic, der am Mittwoch (20 Uhr) mit der kroatischen Nationalmannschaft das WM-Halbfinale gegen England bestreitet, steigert seinen Marktwert derzeit von Einsatz zu Einsatz. Kein Wunder also, dass der Name Rebic auf den Wunschzetteln von Top-Clubs wie dem FC Bayern auftauchen soll.

Auf die Frage nach den Chancen auf einen Verbleib des Offensivspielers reagiert Bobic ähnlich hin- und hergerissen wie bei Geraldes. "Er hat Vertrag bis 2021. Also bleibt er." Definitiv? "Das weiß ich nicht, die Transferperiode geht bis Ende August. Ich kümmere mich um den aktuellen Stand. Und der ist so, dass er bei uns Spieler ist. Wir freuen uns über das, was er in Russland leistet." Genau dieser Umstand könnte dafür sorgen, dass auch dieser Sommer eine der stressigsten Phasen im Arbeitsjahr von Fredi Bobic wird.

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