Russ jubelt
Jubel bei Marco Russ über das zwischenzeitliche 2:2 der Eintracht in Dortmund Bild © Imago

Das Spiel in Dortmund noch nicht komplett verdaut, das große Ganze aber nicht aus den Augen verloren: Eintracht Frankfurts Profi Marco Russ verspricht im hr-heimspiel! Einsatz bis zum Saison- und Vertragsende.

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Das sagt Marco Russ über …

… die Nacht nach dem Dortmund-Spiel: "Wenn es hochkommt, habe ich drei, dreieinhalb Stunden geschlafen. Zuhause versucht man runterzukommen, aber so einfach ist es nicht. Der Kopf rattert dann doch noch ein bisschen. Wir waren schon sauer und enttäuscht, dass es nicht zumindest für einen Punkt gereicht hat. Ich habe jetzt schon öfter in Dortmund gespielt. Ich kann mich an keine Halbzeit erinnern, wo wir so klar besser waren wie in der zweiten Halbzeit. Von daher ist es extrem bitter."

… die Chancen der Eintracht im weiteren Saisonverlauf: "Wir wissen natürlich, wie wir tabellarisch aktuell dastehen. Wir wissen, dass die Chance, internationale Plätze zu erreichen, dieses Jahr riesengroß ist. Dafür werden wir alles geben. In den letzten Spielen treffen wir gerade auswärts auf Mannschaften, die diesen Anspruch auch haben. Wir werden sehen, ob es zum Ende hin für das ganz große Ding reicht. Euro League ist für uns auch ein Riesending. 2013 hat man gesehen, was es in die Stadien für eine Euphorie gab."

... den Druck auf Fußball-Profis und die : "Ich finde schon, dass der Druck von außerhalb in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Dann kommen noch die Medien hinzu, wie Instagram, Facebook, wo Leute anonym ihren Schrott ablassen können und teilweise unter die Gürtellinie gehen. Das geht an jungen Spielern bestimmt auch nicht so einfach vorbei. Dazu muss man sagen, dass Per bei einem Weltklasse-Club (FC Arsenal; d. Red.), der fast jede Woche abliefern muss, spielt. Da guckt die halbe Welt zu, da ist der Druck einen Ticken stärker und härter."

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… seine eigene sportliche Zukunft: "Ich habe noch bis 2019 Vertrag. Es kommt ja nicht nur auf meine Person an, sondern auch darauf, wie die Eintracht die nächsten Jahre plant, wie sie sich den Kader vorstellt. Vielleicht spiele ich nächstes Jahr nicht mehr so eine große Rolle. Es rücken ja auch viele junge Spieler nach. Wenn ich noch einmal wechseln würde, dann nach Amerika. Wir waren während der Sommervorbereitung dort, das war faszinierend. Vielleicht ist es fußballerisch nicht das Level, was wir hier in der Bundesliga haben, aber gerade physisch kann man das schon vergleichen. Aber im Moment bin ich noch voll bei Eintracht."

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… die Bundesliga-Kampagne "Strich durch Vorurteile" am 27. Spieltag: "Gerade Spielern wie Prince (Boateng; d. Red.), die nicht nur in der Bundesliga ein Standing haben, sondern in ganz Europa, ist es extrem wichtig, für solche Sachen einzustehen. Genauso wie es Peter Fischer gemacht hat. Auch da stehe ich komplett hinter. Ich denke, so etwas darf es einfach nicht geben, gerade wenn man unsere Mannschaft sieht, wie viele Nationen wir haben. Wenn man da anfängt, Diskriminierung zu betreiben – das ist komplett fehl am Platz. Wir als Mannschaft stehen komplett hinter Prince. Und ich denke, der ganze Verein steht hinter Peter Fischer, der viele negative Dinge einstecken musste."