Kraaz und Schur
Ein Bild aus dem Jahr 2013: Alexander Schur (re.) und Armin Kraaz Bild © Imago

Die Freistellung der Eintracht-Nachwuchstrainer Alexander Schur und Uwe Bindewald hat für Aufsehen gesorgt. Auf der Suche nach Nachfolgern denkt der Frankfurter Verein bereits jetzt an die kommende Saison.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da kreisten die Gedanken von Alexander Schur um seine eigene berufliche Zukunft bei Eintracht Frankfurt. "Der Job bei der U19 ist ein toller", hatte der damalige A-Jugend-Trainer Ende Oktober in "hr-iNFO – die Bundesliga" gesagt. "Auf der anderen Seite geht es aber darum, sich selbst weiterzuentwickeln. Ich bin in einem Alter, in dem man schauen muss, dass man mal eine Position aufsteigt."

Das Tätigkeitsprofil seiner Träume beschrieb der 46-Jährige so: Er wolle Talente, die kurz vor dem Sprung vom Jugend- in den Profibereich stehen, auf dem Weg in die erste Eintracht-Mannschaft begleiten und unterstützen. Gespräche mit den Verantwortlichen, das kündigte Schur damals an, solle es zeitnah geben. Genau zwei Monate später – kurz nach Weihnachten – war dieses Gedankenspiel aber im wahrsten Sinne des Wortes verloren.

Pezzaiuoli statt Schur

Die Eintracht hob die Position des "Technischen Direktors Nachwuchsleistungszentrum und Profis" aus der Taufe. Das Ziel: die seit Jahren gewünschte wie geforderte Verzahnung zwischen Jugendabteilung und Bundesligamannschaft vorantreiben und professionalisieren. Besetzt wurde diese neue Stelle aber nicht mit dem Frankfurter Urgestein Schur, sondern mit einem international erfahrenen Fachmann für U-Mannschaften: Marco Pezzaiuoli.

Weitere eineinhalb Monate später dürfte sich Schur zunächst einmal überhaupt keine Gedanken mehr über seine berufliche Zukunft bei der Eintracht machen. Nach der sportlichen Talfahrt der U19 in der Bundesliga Süd/Südwest und nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen wurden er und sei Kollege Uwe Bindewald – eine weitere Club-Ikone – am vergangenen Montag freigestellt. Den Job übernimmt bis auf weiteres das bisherige U17-Trainergespann, Frank Leicht und Jan Fießer.

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Alexander Schur

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tor Alex Schur beim 6:3 gegen Reutlingen

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Wie es nun mit Publikumsliebling "Schui" Schur, dessen Vertrag noch bis zum Saisonende läuft, weitergehen könnte? Bei der Fußball AG hält man sich diesbezüglich von Amts wegen zurück. "Das ist eine Angelegenheit des Leistungszentrums der Eintracht, da werde ich mich – als Vorstand mit anderen Aufgaben – ganz sicher nicht einmischen", sagte Axel Hellmann am Montag im heimspiel! des hr-fernsehens. Und beim e.V. konzentriert man sich sich derzeit eher auf die Abstiegskampf-Baustelle sowie die weitere Entwicklung der U19.

"Wir haben intern erst einmal ausreichend qualifizierte Trainer, um das jetzt aufzufangen", sagte Leistungszentrum-Chef Armin Kraaz. "Es ist im Jugendbereich nicht so einfach, während der Saison gut qualifizierte Trainer zu bekommen. Für die neue Saison müssen wir dann natürlich schauen, wie es funktioniert. Frank Leicht und Jan Fießer haben die Chance, sich zu zeigen."