Kovac Eintracht Streich
Als Spieler hat Niko Kovac nie gegen Freiburg verloren, als Trainer wartet er noch auf den ersten Sieg. Bild © Imago

Hurra, es ist wieder Bundesliga. Schade nur, dass die Frankfurter Eintracht mit einem Heimspiel in die zweite Saisonhälfte startet. Zuhause tun sich die Hessen in der laufenden Runde nämlich besonders schwer. Wie auch gegen den SC Freiburg.

Videobeitrag

Video

zum Video hr-Reporter: "Die Eintracht muss zuhause stärker werden"

Ende des Videobeitrags

Das ging schnell. Das Silvester-Raclette ist noch nicht richtig verdaut und schon ist wieder Bundesliga. Nach der kürzesten Winterpause aller Zeiten startet Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg in die Rückrunde. Was die Hessen machen müssen, damit sie nach dem Jahreswechsel nicht wieder einbrechen, erklärt der hr-sport im Angeberwissen zum Spiel.

Freiburg hat 'nen Lauf

So kurz sie auch war: Vielleicht kam die Winterpause für die Eintracht genau zur rechten Zeit. Denn vor der spielfreien Zeit hatte der SC Freiburg einen richtigen Lauf. Die Breisgauer sind seit fünf Spielen ungeschlagen, feierten vier Siege und schossen jede Menge Tore (insgesamt zehn). Stand der SC nach dem zwölften Spieltag noch auf dem vorletzten Tabellenplatz, haben sich die Mannen von Christian Streich inzwischen auf Rang 13 vorgearbeitet.

Achtung! Petersen!

Die jüngste Erfolgsserie ist hauteng mit einem Namen verbunden: Nils Petersen. Der Stürmer zeichnete in den vergangenen drei Spielen für unglaubliche sechs Tore der Freiburger verantwortlich. Es wird empfohlen, dem 29-Jährigen keinen einzigen Zentimeter Raum zu lassen. Auch deshalb, weil die Frankfurter den Angreifer in schlechter Erinnerung haben. Zum Restrundenauftakt 2015 kassierte die Eintracht eine bittere 1:4-Pleite in Freiburg. Petersen feierte damals sein Debüt im SC-Dress und erzielte einen lupenreinen Hattrick – als Einwechselspieler!

Miese Bilanz

Bevor es (endlich) zu den Mutmacher-Statistiken für die Eintracht kommt, hier noch eine letzte Warnung vor dem vermeintlichen Underdog: Nur eines der vergangenen acht Aufeinandertreffen konnte die Eintracht für sich entscheiden (2014/15). Coach Niko Kovac wartet als Trainer sogar noch auf seine ersten drei Punkte gegen die Streich-Elf (ein Remis, zwei Niederlagen). Als Spieler hingegen verlor er kein einziges Mal gegen die Breisgauer (sieben Siege, drei Unentschieden). Außerdem schlecht für die Eintracht: Unter Streich haben die Freiburger zum Rückrundenauftakt noch nie verloren.

Schlafmützigkeit bestrafen

Wie es endlich wieder klappt mit einem Frankfurter Sieg? Die Freiburger zeigten sich jüngst in zwei Spielphasen besonders anfällig: in den ersten und in den letzten Minuten. In Augsburg (1. Minute), in Köln (8.) in Wolfsburg (3.) und beim DFB-Pokal-Gastspiel in Bremen (3.) lag der SC schon nach wenigen Zeigerumdrehungen zurück. Zudem kassierten die Breisgauer in dieser Saison schon neun Gegentore in der Schlussviertelstunde, fünf davon in der Nachspielzeit. Da sollte für die Last-Minute-Spezialisten um Sébastien Haller doch etwas zu machen sein.

Frankfurt ist an der Reihe

Ein Heimsieg wäre zudem nur die logische Weiterführung der vergangenen Aufeinandertreffen der beiden Clubs. Wenn Freiburg am Main gastierte, gab es noch nie ein Unentschieden. Sieg und Niederlage wechselten sich in den jüngsten sechs Spielen stets ab: Sieg Frankfurt, Sieg Freiburg, Sieg Frankfurt… Beim bisher letzten Duell im Stadtwald gewannen die Gäste 2:1. Nun ist die Eintracht wieder an der Reihe.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! bundesliga, 14.1.2018, 22.05 Uhr