Niko Kovac im Trainingslager der Eintracht
Eintracht-Trainer Niko Kovac muss vor allem das Spiel nach vorne verbessern. Bild © Imago

Adios, España! Eintracht Frankfurt beendet ein kurzes, aber knackiges Trainingslager. Trainer Niko Kovac zieht ein positives Fazit – und gerät dabei kurz ins Philosophieren.

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Am Ende war Niko Kovac zufrieden. "Gegen einen Zweitligisten ist es nicht immer einfach", sagte der Trainer von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt am Samstag, nachdem sich sein Team im Trainingslager in Spanien in ein drei Mal 45-minütiges Testspiel gegen Zweitligist Erzgebirge Aue gemüht und es am Ende souverän mit 3:1 (3:0, 0:0) gewonnen hatte. "Im ersten Drittel lief es nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber im zweiten war es sehr viel besser."

Zufrieden – ein Wort, das in den Augen des Coaches nicht nur im Zusammenhang mit der Partie in San Pedro del Pinatar passt, sondern auch mit Blick auf das am Sonntag zu Ende gehende Trainingslager insgesamt. Angesichts zweier Rasenplätze und eines fußläufig schnell zu erreichenden Hotels sprach Kovac von "Top-Bedingungen". Und was noch viel besser ist: "Die Mannschaft hat ordentlich trainiert und mitgemacht, genau so wie ich mir das vorstelle." Die Vorbereitung auf den Rückenrunden-Start am 13. Januar gegen Freiburg ist damit aber noch nicht abgeschlossen. 

Rückrunden-Start = Neustart

"Man kann in fünf Tagen keine Quantensprünge machen", sagte Kovac und betonte, dass die Problemzonen aus der Hinrunde nur "Schritt für Schritt" aufzuarbeiten seien. Sein Hauptaugenmerk, das war während der Trainingseinheiten an der Costa Blanca mehrfach zu sehen, liegt auf der Offensive. "Das Spiel nach vorne müssen wir optimieren. Dafür werden wir sicherlich noch die ganze Saison brauchen." 

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Gegen Ende dieser Saison, davon träumen viele Fans nach einer starken Hinrunde mit sieben Siegen und 26 Punkten aus 17 Spielen, könnte die Eintracht um einen Startplatz im Europapokal mitspielen. Ein Gedankenspiel, mit dem sich Kovac zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht beschäftigt. "Wir haben eine gute Mannschaft, die eine gute Ausgangsposition hat", sagte er. Dennoch sei der Rückrunden-Start auch so etwas wie ein Neustart, da es "eigentlich wieder bei null" losgehe.

Saisonziel? Kovac wird philosophisch

Eine Tatsache, die Frankfurts Trainer dezent ins Philosophieren bringt: "Ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber ich kann die Gegenwart beeinflussen." Heißt konkret: weiter arbeiten und den Abstand zu den unteren Tabellenplätzen vergrößern. "Und wenn dann noch viele Spiele übrig bleiben, werden wir uns auf das stürzen, was möglich ist." Vielleicht hat Niko Kovac ja auch dann wieder allen Grund, das Wort zufrieden zu benutzen.