Lukas Hradecky schreibt Autogramme
Unterschreibt Lukas Hradecky schon bald bei Benfica? Bild © Imago

Das Sommertheater um Lukas Hradecky geht in die heiße Phase. Nachdem zuletzt von einem Verbleib des Torhüters bei Eintracht Frankfurt ausgegangen war, stehen die Zeichen nun doch auf Abschied. Sportdirektor Hübner zeigt sich offen.

Noch vor zehn Tagen hatte Eintracht-Trainer Niko Kovac das Hickhack um Torhüter Lukas Hradecky vermeintlich für beendet erklärt. "Er bleibt auf jeden Fall noch ein Jahr und ich wünsche mir, dass er auch darüber hinaus bleibt", hatte der Frankfurter Coach im Brustton der Überzeugung erklärt.

Nun folgte von Sportdirektor Bruno Hübner prompt die Rolle rückwärts. "Sollte jemand bis 31. August mit einem entsprechenden Angebot an uns herantreten, werden wir uns natürlich mit dem Thema beschäftigen", sagte der Manager dem .

Hradecky auf den Titelseiten

Titelseite der portugiesischen Sportzeitung A Bola
Lukas Hradecky bestimmt die Schlagzeilen in Portugal. Bild © abola.pt / Screenshot

Auslöser für die Kehrtwende sind Meldungen aus Portugal, wonach Hradecky unmittelbar vor einem Wechsel zu Benfica Lissabon steht. Die beiden großen Sportzeitungen A Bola und Record berichteten am Mittwoch jeweils auf ihren Titelseiten von dem bevorstehenden Deal. Der 27-Jährige soll demnach beim amtierenden Meister den für 40 Millionen Euro zu Manchester City abgewanderten Keeper Ederson ersetzen.

"An uns ist niemand von Benfica herangetreten. Uns liegt nichts vor", meinte der plötzlich wieder gesprächsbereite Hübner zur Causa Hradecky. Es läuft wohl auf einen Poker um die Ablöse für den Eintracht-Schlussmann hinaus. Die in Portugal spekulierten fünf Millionen Euro dürften bei den Hessen noch auf wenig Gegenliebe stoßen. Am nötigen Kleingeld zum Nachbessern sollte es Benfica aber nicht fehlen.

Kein zweiter Fall Seferovic

Hradecky besitzt in Frankfurt einen Vertrag bis 2018, wollte diesen wegen unterschiedlicher Gehaltsvorstellungen aber nicht verlängern. Beim portugiesischen Rekordmeister und Champions-League-Teilnehmer würde der Finne auf seinen bisherigen Mannschaftskollegen Haris Seferovic treffen, der die Eintracht in diesem Sommer ablösefrei in Richtung Lissabon verlassen hatte. Nochmals will der Bundesligist offenbar nicht in die finanzielle Röhre schauen – allen Beteuerungen zum Trotz.