Schuster und das SV98-Betreuerteam
Gute Laune – am liebsten während der gesamten Zweitliga-Saison: SV98-Trainer Dirk Schuster (weißes Shirt) Bild © Imago

Mit einem starken Schlussspurt hat der SV Darmstadt 98 in der vergangenen Saison die Klasse gehalten. Auch wenn die Mannschaft dabei in elf Spielen unbesiegt blieb, warnt Trainer Dirk Schuster für die neue Runde vor hochtrabenden Zielen.

Nach dem Zittern um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag der vergangenen Saison wünscht sich Trainer Dirk Schuster mit Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 nun eine sorgenfreie Spielzeit. Um das zu erreichen, müsse man noch drei bis vier neue Spieler holen, "die die Qualität der Mannschaft bedeutend erhöhen", sagte Schuster. Bislang haben die Lilien mit Sebastian Hertner (Erzgebirge Aue) und Marcel Franke (Norwich City) zwei Abwehrspieler verpflichtet.

Ein Thema könnte der Ex-Darmstädter Marcel Heller werden. Der schnelle Flügelspieler, der von 2013 bis 2017 für die Südhessen spielte, sei "immer interessant". Derzeit steht der 32-Jährige bei Bundesligist FC Augsburg unter Vertrag, war dort allerdings kein Stammspieler. In Darmstadt habe er dagegen "eine riesen Zeit gehabt".

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Auch ein anderer Augsburger bleibt eine Option: der Südkoreaner Dong-Won Ji, der zuletzt ausgeliehen war. "Er hat sich bei uns sehr wohl gefühlt und bedeutend zum Klassenerhalt beigetragen. Ich würde ihn gerne halten. Aber da spielt auch Augsburg eine Rolle", sagte Schuster. Dagegen hat nach der Ausleihe von Innenverteidiger Franke eine Verpflichtung von Leihspieler Romain Brégerie vom FC Ingolstadt derzeit nicht mehr die höchste Priorität, wie der Coach einräumte.

In einem furiosen Schlussspurt mit elf Spielen ohne Niederlage schafften die Lilien vergangene Saison den Klassenerhalt und belegten Rang vier in der Rückrundentabelle. Damit habe die Mannschaft gezeigt, dass "man die Punkte einfahren kann, wenn man in jedem Spiel bereit ist, über die Grenzen zu gehen". Und die Lehre sei auch, dass man mit einem Unentschieden gut fahren könne. "Was ein Unentschieden wert ist, merkt man immer erst, wenn man mal so sein Spiel verloren hat."

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Trotzdem warnt der Trainer vor übertriebenen Erwartungen und will auch keine Zielvorgabe beim Tabellenplatz ausgeben. "Ich denke, wir sind in dieser Beziehung ein gebranntes Kind. Klar sind wir ehrgeizig. Klar sind wir fleißig. Klar wollen wir so viele Punkte wie möglich holen. Aber um jetzt hochtrabende Ziele auszugeben - dafür sind wir die Falschen."