Tor zum 1:1 der Lilien in Fürth
Der Moment des Ausgleichs: Altintops Flankenball landet im Fürther Gehäuse. Bild © Imago

Fast hätte der Baum bei den Lilien vor Weihnachten lichterloh gebrannt. Dann kam Hamit Altintop und rettete die Darmstädter vor dem Absturz auf einen Abstiegsplatz. Die Reaktionen im Überblick.

Der SV Darmstadt 98 hat den freien Fall in der 2. Bundesliga vorerst stoppen können. Mit einem kuriosen Altintop-Tor in der Nachspielzeit retten die Lilien am Sonntag im Kellerduell bei Greuther Fürth ein 1:1.

Hamit Altintop: Der Ball sollte scharf in die gefährliche Zone. Am Ende wurde es so am gefährlichsten (lacht). Wir haben hier die letzten Kräfte zusammengetrommelt und versucht, was mitzunehmen. Ich glaube, von den Torchancen her war es gar nicht unverdient. Klar ist es am Ende glücklich, aber wir können die Hinrunde trotzdem nicht schönreden. Wir sind alle enttäuscht, wissen, dass wir von der Qualität mehr können und dass wir das jede Woche abrufen müssen. Wichtig ist jetzt, dass wir uns erholen. Vom Selbstvertrauen her hatten wir einen Tiefpunkt erreicht, heute war es vielleicht ein kleiner Schritt nach vorne.

Dirk Schuster
Lilien-Coach Dirk Schuster Bild © Imago

Dirk Schuster (Trainer): Wenn ich ehrlich bin, habe ich gedacht, das wird eine gute Flanke. Als der Ball hinten drin war, war ein schönes Stück Erleichterung dabei. Die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde dran geglaubt, dass wir hier noch was mitnehmen. Das haben wir uns am Ende verdient. Wir haben aber oft die falschen Entscheidungen getroffen, die Bälle immer wieder leichtfertig hergeschenkt durch Fehlpässe oder durch taktisches Fehlverhalten. So konnten die Fürther immer wieder aufbauen und gefährliche Angriffe starten. Wir haben Defizite, die wir aufarbeiten müssen, aber für die Moral der Truppe war dieser Punkt eminent wichtig.

Aytac Sulu: Wir haben bis zu letzten Sekunde alles gegeben. Wir hatten in der ersten Halbzeit sehr gute Chancen, um Tore zu machen. Wir können mit dem Punkt gut leben, natürlich hätten wir gerne drei mitgenommen. Wir haben ein Stück weit defensiver agiert und die Reihen etwas weiter nach hinten verschoben, damit wir stabiler stehen. Die Handschrift von Dirk Schuster kennt jeder. Wir haben das umgesetzt, was wir uns im Training unter der Woche erarbeitet haben.

Maximilian Wittek (Torschütze Fürth): Wir hatten uns extrem viel vorgenommen. Wir wussten, dass es eine schwere Partie wird. Wir haben den Kampf gut angenommen, sind in Führung gegangen und hatten in der zweiten Halbzeit noch Chancen, um den Sack zuzumachen. Leider haben wir unsere Konter nicht konsequent zu Ende gespielt. Dann ist es natürlich bitter, wenn man in letzter Sekunde noch so ein Ding kassiert.