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DFB-Vize Ronny Zimmermann ist "not amused". Bild © picture-alliance/dpa

Der Deutsche Fußball-Bund ist Aue-Stadtrat Tobias Andrä scharf angegangen. Der Politiker hatte nach dem Spiel des SV Darmstadt 98 gegen Erzgebirge Aue Strafanzeige gegen den Schiedsrichter gestellt. Für den DFB ist das kein Spaß mehr.

DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann hat die nach der Partie Darmstadt gegen Erzgebirge Aue gestellte Strafanzeige gegen Zweitliga-Schiedsrichter Sören Storks scharf kritisiert. "Irgendwo hört der Spaß auf. Jemanden mit einer Strafanzeige zu überziehen, nur weil er im Sport einen Fehler gemacht hat - da ist mein Verständnis am Ende", sagte Zimmermann der Sport Bild (Mittwoch).

Imago Bregerie Aue
Romain Brégerie klärte den Ball erst hinter der Linie. Bild © Imago

Das parteilose Auer Stadtratsmitglied Tobias Andrä hatte am Montag eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges bei der Darmstädter Staatsanwaltschaft gestellt. Zimmermann sagte dazu: "Ich weiß nicht, ob der Stadtrat auch auf die Idee gekommen wäre, den eigenen Stürmer anzuzeigen, wenn Aue einen Elfmeter verschossen hätte."

Einspruch soll abgelehnt werden

Das Gespann um Storks hatte bei der 0:1-Niederlage von Aue am abschließenden Zweitliga-Spieltag in Darmstadt am Sonntag in der Anfangsphase einen Treffer der Sachsen übersehen - der Ball wurde deutlich hinter der Linie geklärt. Außerdem verweigerte der Unparteiische den Gästen wohl einen klaren Handelfmeter.

Aue, das durch die Niederlage auf den Relegationsplatz abrutschte und jetzt gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC um den Verbleib in der Zweiten Liga kämpfen müssen, hatte gegen die Wertung des Spiels Widerspruch eingelegt. Laut Fußball Bild (Mittwoch) wird der DFB heute oder morgen darüber entscheiden - dem Bericht zufolge werde der Verband den Einspruch abschmettern. Das Relegationshinspiel zwischen Aue und Karlsruhe ist für Freitagabend angesetzt.