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Terrence Boyd findet den Druck im Abstiegskampf gar nicht mal so schlimm. Bild © Imago

Im Kampf um den Klassenerhalt wird die Luft für Darmstadt 98 in der 2. Bundesliga immer dünner. Terrence Boyd glaubt dennoch an die Stärke des Lilien-Kollektivs und daran, dass im Abstiegskampf fast alles erlaubt ist.

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Aufgeben ist ein Wort, das in Terrence Boyd Wortschatz nicht vorzukommen scheint. Auch nicht, wenn die sportliche Situation der Darmstädter auf Rang 17 extrem angespannt ist. "Wir sind noch nicht tot", sagte Boyd nach dem 1:1-Remis gegen Ingolstadt. Deshalb habe er versucht, seine Mitspieler in der Schlussphase der Partie noch einmal mitzureißen. "Wenn die sehen, dass der Verrückte vorne noch Bock hat, fangen die auch wieder an zu laufen."

In der zweiten Halbzeit gelang das besser als noch in der aus Lilien-Sicht zerfahrenen ersten Hälfte der Partie. "Wir wollten früh anlaufen, Fehlpässe provozieren und die Zweikämpfe aktiv gestalten. Das hat alles nicht geklappt. Das war anders geplant", analysierte Trainer Dirk Schuster nach dem Spiel und ging mit der Leistung seiner Mannschaft hart ins Gericht. "So, wie wir da gespielt haben, gewinnt man in der 2. Liga nicht viele Spiele."

Hollands Schwalbe? Kein Kommentar

Einzig Boyd blieb von seiner Kritik verschont – für ihn gab es ein Sonderlob vom Coach. "Er hat mit seinem Kampfgeist die Initialzündung gegeben", so Schuster. Genau das sei sein Ziel gewesen, so der Angreifer: "Ich will andere mitnehmen." Dennoch taten sich die Lilien lange Zeit schwer, kassierten früh den Gegentreffer durch Ingolstadts Robert Leipertz (18.) und fanden in der Folge kaum ein Mittel gegen die kompakte Defensive der Gäste. "Uns hat der Zugriff gefehlt", so Boyd. In der Pause habe Schuster dann die richtige Ansprache gefunden.

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Den genauen Wortlaut wollte der Stürmer nicht verraten, nur so viel: "Er ist ein sehr emotionaler Mensch und weiß, wie er uns zu packen hat. Dann waren wir heiß und wollten das geradebiegen." Und dabei schienen alle Mittel recht zu sein. Fabian Holland holte für die Lilien in der 66. Minute einen Elfmeter raus – und gab nach der Partie zu: "Ich habe ein bisschen drauf spekuliert, dass er mich trifft. Sobald die Berührung da war, wusste ich, ich lasse mich im Sechzehner fallen. Es hätte mich schon gewundert, wenn er nicht gepfiffen hätte."

Starkes Mannschaftsgefüge

Dass es sich um eine Schwalbe handelte, war spätestens beim Studium der TV-Bilder klar. Doch weder Schuster, noch Boyd wollten sich dazu äußern. "Damit will ich mich nicht befassen. Ich bin nicht Fabian Holland und will dazu auch nicht Stellung nehmen", betonte Boyd nur. Er habe sich darauf konzentriert, seine Position im Angriff einzunehmen. "Aber ich habe gehört, dass es einen Kontakt gab."

Wichtiger sei für ihn ohnehin, dass die Mannschaft intakt sei. "Wir stehen als Gefüge zusammen. Wir sind eine geile Truppe." Angesichts des Drucks im Abstiegskampfes dürfe sich die Mannschaft nun aber nicht verrückt machen. "Es ist umso geiler, wenn ein bisschen Druck da ist. Jeder muss das Beste aus sich rausholen." Anders wird der Klassenerhalt auch nicht gelingen. Und wenn bei den Lilien doch einmal jemand aufgeben will, dann erinnert sie Boyd daran, dass das keine Option ist.



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