Michael Roth als Gast in einer Talkshow.
Gilt in seiner Partei als "kluger Diplomat": Michael Roth bleibt im neuen Kabinett Merkel Staatsminister. Bild © picture-alliance/dpa

In der neuen Bundesregierung tauscht die SPD einiges Personal aus. Doch Michael Roth behält sein Amt im Außenministerium - anders als sein bisheriger Vorgesetzter Sigmar Gabriel. Roth ist einer von zwei Hessen im Merkel-Kabinett.

Der SPD-Politiker Michael Roth aus Heringen (Hersfeld-Rotenburg) bleibt auch in der neuen Großen Koalition Staatsminister im Auswärtigen Amt. Das wurde am Freitag in Berlin bekannt. Der 47 Jahre alte Bundestagsabgeordnete hat das Amt seit 2013 inne.

Sein neuer Chef als Bundesaußenminister wird SPD-Parteikollege Heiko Maas - bisher war es Sigmar Gabriel, der den Posten gerne behalten hätte. Roth habe sich bereits als "kluger Diplomat und souveräner Krisenmanager" bewiesen, lobte ihn die hessische SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser am Freitag.

Zwei Hessen im Kabinett

Roth war bei der Bundestagswahl SPD-Spitzenkandidat in Hessen. Er gewann seit 1998 stets den Wahlkreis Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner, zuletzt 2017 mit 41,2 Prozent der Erststimmen. Vor seiner Zeit im Parlament arbeitete er als Politologe in Frankfurt und Berlin.

Der SPD-Politiker ist einer von zwei Hessen, die dem neuen Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angehören werden. Schon länger stand der 45-jährige Helge Braun (CDU) aus Gießen als Chef des Kanzleramts und damit Manager der Regierung fest. Die ebenfalls aus Hessen kommende bisherige Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) scheidet dagegen aus dem Kabinett aus.

Nach CDU und CSU benannte am Freitag auch die SPD ihre sechs Minister für die neue Bundesregierung, die am nächsten Mittwoch fast ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl vereidigt werden soll. .

Weitere Informationen

Zum Nachlesen: Interview mit Michael Roth

"Beim Blick auf die Türkei blutet mir das Herz". Ein Gespräch mit dem SPD-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl über Erdogan, Europa und enttäuschte Wähler.

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Sendung: hr-iNFO, 9.3.2017, 15 Uhr