Trinkwasser
Trinkwasser Bild © readitnow.info

Weil auch die jüngste Wasserprobe sauber war, hat das Gesundheitsamt in Kassel das zuvor verhängte Abkochgebot wieder aufgehoben. Über das Wochenende mussten Zehntausende ihr Wasser abkochen.

Das Abkochgebot für einige Kasseler Stadtteile wurde am Montag offiziell aufgehoben. Das Wasser sei nun wieder uneingeschränkt genießbar, wie die die Städtischen Werke am Montag mitteilten. Die Entscheidung wurde demnach in Absprache mit dem Gesundheitsamt getroffen, nachdem auch die dritte Untersuchung einer Wasserprobe in Folge ohne Befund blieb. Bereits am Samstag und Sonntag hätten Tests keine Hinweise mehr auf Bakterien ergeben, sagte ein Sprecher der Werke.

Ursache weiter unklar

Seit Freitag mussten zehntausende Menschen in Kassel ihr Trinkwasser wegen einer Verunreinigung mit Kolibaketerien abkochen. Die genaue Ursache der Verunreinigung ist noch nicht bekannt und wird sich nach Angaben des Sprechers vermutlich auch nicht klären lassen.

Bei einer routinemäßigen Analyse am Freitag wurde an einer Messstelle eine mikrobiologische Verunreinigung mit Kolibatkerien erkannt. Dieser Erreger mit der Bezeichnung Escherichia coli (E. coli) deutet oft auf eine Verunreinigung durch Fäkalien hin. Den größten Teil seiner Wasserversorgung bezieht Kassel aus Grundwasser in großer Tiefe. In Rücksprache mit dem Gesundheitsamt habe man sich darum zum Abkochgebot für Trinkwasser entschieden.

Der Warnhinweis galt für die Kasseler Südstadt, Wehlheiden, Mitte, Nord Holland, West, Rothenditmold sowie in Ober- und Niederzwehren. In den betroffenen Stadtteilen leben einige zehntausend Menschen.

Entwarnung auch in Naumburg

Auch im 30 Kilometer entfernten Naumburg sollten Einwohner der Kernstadt und der Stadtteile Elbenberg und Altendorf das Wasser vorsorglich abkochen. Am Montag gab die Stadt jedoch Entwarnung. Der Grund für die Verunreinigung dort war vermutlich ein Loch in einem Rohr, das zum Wasserwerk führt.

Sendung: hr-iNFO, 16.03.2018, 18.00 Uhr