Perseiden am Feldberg
Die Sternschnuppen dürften zum Beispiel vom Feldberg aus gut zu sehen sein Bild © picture-alliance/dpa

In diesem Jahr spielt das Wetter mit: In der Nacht zu Montag können am hessischen Himmel über 100 Sternschnuppen in der Stunde zu sehen sein - der Höhepunkt des Perseiden-Stroms.

Hobbyastronomen und Sterngucker können sich freuen: Am Sonntag sollen Hunderte Sternschnuppen am Himmel über Hessen zu sehen sein. Der Perseidenstrom gilt als das ergiebigste Sternschnuppenphänomen des Jahres.

Wann sind die Sternschnuppen am besten zu sehen?

Die Nacht von Sonntag auf Montag wird den Höhepunkt bilden. Da es kurz nach Neumond ist, wird das Mondlicht den Ausblick nicht stören.

Am besten schaut man nach Mitternacht in den Himmel, weil dann der Blickwinkel auf den Sternschnuppenschauer besser sei, sagt hr-Wetterexperte Tim Staeger. Der Strom der Perseiden fliegt bereits seit dem 17. Juli auf die Erde zu.

Wo sieht man die Perseiden in Hessen am besten?

Auf einer Bergkuppe mit Blick in alle Himmelsrichtungen sehe man die Sternschnuppen am besten, so Staeger. Im Vogelsberg oder auf dem Feldberg im Taunus könne man das Spektakel gut sehen.

Die Chancen erhöhen sich ohnehin, wenn man außerhalb der Städte in den dunklen Nachthimmel schaut. Wenige Lichtquellen gibt es zum Beispiel auch in der Rhön - einem offiziellen Sternenpark. Neben dem Sternenpark gibt es auch Sternwarten in Hessen, die zum gemeinsamen Gucken einladen.

Das Wetter wird am Sonntag mitspielen, der Himmel ist kaum bewölkt, die Sternschnuppen sollten in ganz Hessen gut zu sehen sein.

Wie viele Sternschnuppen werden zu sehen sein?

Bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde würden in der Nacht zum Montag erwartet, sagt der hr-Wetterexperte - vor allem in Gebieten mit wenigen Lichtquellen. In Städten mit "Lichtverschmutzung" könne man immerhin bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Was sind Perseiden?

Die Perseiden gehören zu den schnellsten Sternschnuppen - sie erreichen Geschwindigkeiten bis zu 216.000 km/h. Der Komet 109P/Swift-Tuttle erzeugt die Perseiden: Seine Umlaufbahn kreuzt die Erde einmal im Jahr, wodurch Partikel aus Staub und Steinen in die Erdatmosphäre gelangen und verglühen. Die Teilchen übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die erhitzt werden und deshalb Licht aussenden.

Das Phänomen hat seinen Ursprung vermutlich im Sternbild des Perseus - daher der Name Perseiden. Im Volksmund werden sie auch "Tränen des Laurentius" genannt, weil ihr Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius (10. August) zusammenfällt.

Alle zwölf Jahre sind die Perseiden besonders gut zu sehen, das nächste Mal 2028. Dann kreuzt auch Jupiter die Umlaufbahn des Kometen und drückt die Teilchen näher an die Erde heran.

Sendung: hr1, hr1-Start, 10.08.2018, 6.00 Uhr