First In auf der Freßgass
Ort des angeblichen Sexmob-Vorfalls: das "First In" auf der Freßgass. Bild © picture-alliance/dpa

Der anstehende Prozess um einen angeblichen Sexmob in der Frankfurter Silvesternacht 2016 findet vorerst nicht statt. Eine der beiden Beschuldigten war vor gut einer Woche erstochen worden, der andere steht unter Mordverdacht.

Das für den 8. Juni terminierte Verfahren um einen angeblichen Sexmob in der Frankfurter Silvesternacht 2016 findet vorerst nicht statt, wie das Amtsgericht Frankfurt am Mittwoch mitteilte.

Eine der beiden Beschuldigten war vor gut einer Woche erstochen aufgefunden worden und der Mitangeklagte sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Über den abgesagten Prozess .

Der Vorwurf: Falschaussage und Vortäuschung einer Straftat

Der inzwischen 50 Jahre alte Wirt und seine 29 Jahre alte frühere Mitarbeiterin hatten damals angegeben, arabischstämmige Männer hätten weibliche Gäste und Mitarbeiterinnen an Silvester in dem Lokal in der Frankfurter "Fressgass" massiv belästigt. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es den Sexmob nie gab.

Daraufhin wurde ein Verfahren wegen Falschaussage und Vortäuschung einer Straftat vorbereitet. Ein Spaziergänger hatte die Leiche der Frau in einem Frankfurter Park entdeckt. Der 50-Jährige schweigt bisher zu den Vorwürfen.

Den Angaben zufolge könnte der Prozess um die angeklagte Falschaussage ganz fallen gelassen werden, sollte der Gastronom wegen des Tötungsdelikts vor Gericht kommen. Das Verfahren könnte aber auch an den dann voraussichtlich beim Landgericht anhängigen Prozess angebunden werden.

Sendung: YOU FM; 16.05.2018, 19.00 Uhr