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Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Ein per Haftbefehl gesuchter Mann hat sich am Donnerstagmorgen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Erst eine Leitplanke konnte den 51-Jährigen stoppen. Er wurde verletzt - zwei Polizisten ebenfalls.

Ein verurteilter Straftäter hat die Polizei am Donnerstagmorgen in Atem gehalten. Der 51-Jährige war gegen 5.40 Uhr in Kiedrich (Rheingau-Taunus) in eine Routinekontrolle geraten und hatte beim Anblick der Beamten umgehend die Flucht ergriffen. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit über die B42 in Richtung A66 und von dort weiter auf die A5. Mehrere Polizeifahrzeuge versuchten den Mann zu stoppen - zunächst jedoch erfolglos.

Leitplanke stoppt die Flucht

Wie die Polizei Westhessen mitteilte, endete die Verfolgungsjagd erst im Bereich Alsfeld (Vogelsberg), also nach knapp 140 Kilometern. Dort verlor der Gejagte auf der A5 gegen 6.30 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte in die Außenleitplanke. Der Mann verletzte sich bei dem Zusammenstoß schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Zuvor war in Höhe des Krifteler Dreiecks (Main-Taunus) bereits ein an der Aktion beteiligter Polizeiwagen in eine Baustellenabsperrung gerast. Beide an Bord befindlichen Beamten wurden verletzt, konnten die Klinik nach eingehenden Untersuchungen aber wieder verlassen. Der viel befahrene Autobahnabschnitt musste vorübergehend voll gesperrt werden.

Verurteilter Betrüger

Andere Verkehrsteilnehmer kamen nicht zu Schaden, wie ein Polizeisprecher gegenüber readitnow.info bestätigte. Ziel der Beamten sei es gewesen, Sicht mit dem Flüchtigen zu halten, "nicht an seiner Stoßstange zu kleben" und so womöglich eine noch größere Gefährdung zu provozieren, hieß es.

Der 51 Jahre alte Mann war wegen mehrerer Betrugsdelikte zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden und sollte nach weiteren Straftaten nun in Untersuchungshaft genommen werden.

Sendung: hr3, 07.12.17, 12.00 Uhr