Goethe Uni Frankfurt, Hauptportal
Sexuelle Übergriffe auf dem Campus Westend der Goethe-Uni beunruhigen die Uni-Leitung. Bild © picture-alliance/dpa

Vier Vorfälle, ein mutmaßlicher Täter: Im Umfeld der Frankfurter Goethe-Universität sollen mehrere Frauen Opfer sexueller Übergriffe geworden sein. Die Uni erhöht ihre Sicherheitsmaßnahmen.

Zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 gab es nach Angaben der Polizei vier Übergriffe auf Frauen, alle vier waren sexuell motiviert. Drei Fälle geschahen in unmittelbarer Nähe des Campus in einer Seitenstraße, wie die Polizei mitteilte. Die Universität bestätigte die Vorfälle am Samstag.

Ein vierter Fall passierte nach Angaben der Uni Ende Januar direkt auf dem Campusgelände. Das Opfer sei auf der Flucht gestürzt und ins Krankenhaus gekommen. Die Hochschule sei danach von Studenten auf die Angriffe aufmerksam gemacht worden.

Die Frankfurter Neue Presse (FNP) konkretisierte am Samstag unter Berufung auf die Polizei, der Täter soll die Frauen aufgefordert haben, ihn mit der Hand sexuell zu befriedigen. Zwei Frauen hätten fliehen können, in einem Fall sei es zur Vollendung gekommen.

Sicherheitspersonal steht als Begleitung zur Verfügung

Die Präsidentin der Goethe-Uni, Birgitta Wolff, verschickte am Freitag einen Warnbrief per E-Mail an alle Mitarbeiter und Studierenden, in dem sie auf die Vorfälle hinweist, zu erhöhter Vorsicht aufruft und einen 24-Stunden-Begleitservice anbietet. Dieser Service bringe Studenten und Mitarbeiter sicher zu Gebäuden, Fahrzeugen oder den Ausgängen des Campus.

Weitere Informationen

Info-Brief (Auszug)

"Um Ihre persönliche Sicherheit zu erhöhen, empfiehlt es sich, besonders in den Abend- und Nachtstunden auf dem Campusgelände die Hauptwege zu benutzen, die stärker ausgeleuchtet sind als die Nebenwege. Auch in Gruppen sind sie vor möglichen Übergriffen besser geschützt."

Telefon Begleitservice Uni-Gelände: 069-798 32250 (Eine Stunde vor Bedarf anrufen)

Birgitta Wolff, Uni-Präsidentin, Info-Brief an Studenten und Mitarbeiter

Ende der weiteren Informationen

Die Polizei geht davon aus, dass mutmaßlich ein ein und derselbe Täter für die Angriffe verantwortlich ist. Die Täterbeschreibungen ähnelten sich, sagte eine Sprecherin. Die Polizei schließt nicht aus, dass der Mann weitere Frauen angesprochen hat.

Sendung: hr-iNFO, 03.02.2018, 14 Uhr