Absturzstelle bei Sieberatsreute / Josef Wund
Josef Wund (r.) kam beim Absturz einer Kleinmaschine in einem Waldstück ums Leben. Bild © picture-alliance/dpa

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Bodensee ist auch der Thermen-Investor Josef Wund ums Leben gekommen. Der Unternehmer hatte gerade den Zuschlag für ein Tropen-Bad in Bad Vilbel erhalten. Er war auf dem Heimflug von Egelsbach.

Vor einer Woche war Josef Wund die Genehmigung für ein Riesen-Projekt in Bad Vilbel (Wetterau) in einem feierlichen Akt erteilt worden: Dem Bau eines Tropen-Badeparadieses, eine Investition von über 120 Millionen Euro für die Unternehmensgruppe Wund. Am Freitag dann der Schock: Einer von drei Verunglückten beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Donnerstagabend bei Sieberatsreute am Bodensee ist der 79 Jahre alte Firmen-Chef. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt Bad Vilbel readitnow.info.

Thermen-Bau geht weiter

Josef Wund
Architekt und Unternehmer Josef Wund starb bei dem Absturz. Bild © Imago

Man sei bestürzt, sagte der Sprecher. Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) habe der Familie von Wund bereits seine Anteilnahme ausgesprochen. Man habe sich auch mit der Investoren-Gruppe abgesprochen, wie es mit der Therme weitergeht. Das Projekt soll demnach wie geplant umgesetzt werden.

Die Unglücksmaschine war am Donnerstag in Egelsbach (Offenbach) gestartet und gegen 18.15 Uhr in ein schwer zugängliches Waldstück gestürzt. Wund sei auf dem Heimflug in die Bodensee-Region gewesen, erklärte der Sprecher. Bei den anderen beiden Opfern handelt es sich um den 45 Jahre alten Piloten der Cessna aus dem österreichischen Vorarlberg sowie einen 49-Jährigen aus Wien.

Winterwetter als mögliche Absturzursache

Wind und Schnee hatten die Bergungsarbeiten in der Nacht zum Freitag erschwert. "Die Ermittlungen sind erst einmal ins Stocken geraten", sagte ein Polizeisprecher. Über die Absturzstelle habe sich eine dichte Schneedecke gelegt. Die Absturzursache ist noch unklar, möglicherweise habe aber das schlechte Wetter eine Rolle gespielt, hieß es von den Ermittlern.

Erst im Sommer war in der Region ein Kleinflugzeug abgestürzt. Eine Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war im August mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt. Der 74 Jahre alte Pilot und seine 75 Jahre alte Partnerin - beide Schweizer Staatsangehörige - starben dabei.

Sendung: hr iNFO 15.12.2017, 12.00 Uhr