Besucher auf dem Großen Feldberg beobachten Sternschnuppen.
Besucher, die Sternschnuppen vom Großen Feldberg aus beobachten. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Unzählige Sternschnuppen rasen derzeit durch den Himmel - die Perseiden. Höhepunkt des Spektakels ist die Nacht zum Sonntag. In manchen Gebieten Hessens sind die Aussichten allerdings trüb.

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Perseiden am Himmel

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schwarm der Perseiden erreicht seinen Höhepunkt

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Es ist ein Highlight für alle Sterngucker: In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden am Nachthimmel ganze Schauer von Sternschnuppen erwartet. Es handelt sich um die Perseiden, abgesplitterte Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle.

Beste Bedingungen im Nordwesten von Hessen

Auch jetzt schon flitzen in den Nächten Sternschnuppen über den Himmel. "In der Nacht von Freitag auf Samstag ist in Hessen allerdings nicht viel zu holen, die Wolkendecke bleibt kompakt und es regnet vielerorts", sagte hr-Wetterexperte Tim Staeger.

Besser soll es dann in der "Nacht der Wünsche" werden. "Die besten Bedingungen herrschen von Samstag auf Sonntag vermutlich im Nordwesten Hessens, da klart es auf", meinte Staeger. Im Upland, im Westerwald und vielleicht auch im Rheingau können Sterngucker auf ihre Kosten kommen. Es werden die ganze Nacht bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde unterwegs sein. Ab Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden sind sie am sichtbarsten.

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Was sind die Perseiden?

Die Perseiden gehören mit 216.000 Kilometer pro Stunde zu den schnellsten Sternschnuppen. Sie heißen so, weil sie aus dem Sternbild des Perseus zu kommen scheinen. Das Licht stammt indes von den Luftmolekülen der Erdatmosphäre: Die schnellen Teilchen aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die erhitzt werden und Licht aussenden.

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Nicht so optimal ist die Wetterprognose dagegen für das restliche Hessen. "Aber es braucht ja nur einen kurzen Moment, wenn die Wolkendecke aufreißt, um eine Sternschnuppe zu sehen", so der Wetterexperte.

Die Chancen erhöhen sich, wenn Hobbyastronomen außerhalb der Städte in den dunklen Nachthimmel schauen. Wenig Licht von Straßenlaternen, Neonreklamen oder angestrahlten Burgen gibt es zum Beispiel in der Rhön - einem offiziellen Sternenpark. Aber auch dort wird die Sicht in diesem Jahr weniger gut sein, nicht nur wegen des Wetters.

Staunen im Sternenpark

"Wir müssen dieses Jahr einschränkend sagen, dass sich zum Maximum der Mond doch noch recht rund gesellt. Am Montag war ja Vollmond und deshalb werden die Perseiden nicht so üppig ausfallen, wie wir uns das wünschen", sagte Sabine Frank vom Sternenpark. Ihr Tipp: Nächste Woche sei der Himmel nicht mehr so hell und es seien immer noch genug Perseiden am Nachthimmel zu sehen.

Neben dem Sternenpark gibt es auch noch Sternwarten in Hessen, die zum gemeinsamen Gucken einladen. In der steht zum Beispiel am Samstagabend ab 20 Uhr die "Lange Nacht der Perseiden" auf dem Programm.

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