Unwetterwolken
Es wird wieder ungemütlich. Bild © Oliver Reuter

Die Unwetter-Verschnaufpause ist vorbei. Ab Donnerstag drohen wieder schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel. Marburg baut mit Sandsäcken vor.

Feuchte, heiße Luft und Tiefdruckeinfluss - das ist der Stoff, aus dem Unwetter gemacht sind. Genau diese Kombination macht sich in den nächsten Tagen über Hessen breit und sorgt lokal für heftige Gewitter und Starkregen.

Keller können volllaufen

Ab Donnerstag gibt es nach zunächst freundlichem Beginn im Tagesverlauf verbreitet Schauer und Gewitter, die unwetterartig ausfallen können. Den Höhepunkt der Gewittertätigkeit erwarten die Meteorologen am späten Nachmittag und Abend.

Weil sich die Gewitterzellen nur langsam bewegen, sorgen sie mit Starkregen für lokale Überflutungen. Straßen und Keller könnten dann wie schon vor einigen Tagen in manchen Ortschaften unter Wasser stehen. Örtlich kann es auch Sturmböen und Hagel geben.

"Wie Luftblasen in einem Kochtopf"

"Es kommt immer mehr feuchte Luft nach Hessen, die zur Zeit überdurchschnittlich warm ist", sagte hr-Meteorologe Jörg Pfeifer. Die Höchstwerte liegen zwischen 25 und 30 Grad. Steigt diese Luft auf, bilden sich rasch dichte Wolken.

Wo genau das passieren wird, ist schwer vorhersagbar. "Das ist wie Luftblasen in einem Kochtopf", so der Experte. "Man weiß vorher nie, wo eine aufsteigt." So lasse sich die Entwicklung einer Gewitterzelle erst einschätzen, wenn es schon regnet und die ersten Blitze zucken.

Als Risikogebiet gilt ganz Hessen. Entspannung ist in den nächsten Tagen nicht in Sicht. "Bis zum Wochenende werden wir das jetzt täglich haben", meinte Pfeifer. Erst zum Beginn der kommenden Woche deutet sich ein Trend zu sinkenden Temperaturen an. Dann dürfte es auch mit den Gewittern erstmal wieder vorbei sein.

Marburg rüstet sich mit Sandsäcken

Ende Mai hatte eine Serie von Unwettern vor allem in Mittelhessen für Überschwemmungen gesorgt. In Marburg wurde die neue Uni-Bibliothek geflutet. Außerdem musste dort ein Einkaufszentrum evakuiert werden, weil eine Decke wegen des Wassers einzustürzen drohte.

. Dort können sich die Anwohner mit Sandsäcken eindecken, die sie selbst vor Ort befüllen. Die Gebühr für einen 60 mal 30 Zentimeter großen Sack beträgt einen Euro. Es sei ausreichend Sand vorhanden, sagte ein Mitarbeiter.

Auch andernorts hinterließen die Gewitter ihre Spuren. So spülten heftige Regenfälle gleich mehrmals dicke Schlammlawinen durch den Weinbacher Ortsteil Edelsberg (Limburg-Weilburg).

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Sendung: hr-fernsehen, alle wetter!, 06.06.2018, 19.15 Uhr


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