Arbeiten an einer Bahn-Oberleitung
Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Der Bahnverkehr im Rhein-Main-Gebiet rollt wieder. Ein Oberleitungsschaden bei Kelsterbach hatte für Behinderungen gesorgt. Eine S-Bahn war auf offener Strecke liegengeblieben, rund 200 Fahrgäste mussten mehr als zwei Stunden ausharren.

"Es gibt keine Probleme mehr", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Samstagmorgen. Seit Mitternacht fahren die S-Bahnen rund um Frankfurt wieder. Ein noch unbekannter Gegenstand hatte am Freitagnachmittag die Oberleitung zwischen Raunheim und Kelsterbach (Groß-Gerau) und den Stromabnehmer einer S-Bahn beschädigt. Eine Bahn von Frankfurt auf dem Weg nach Mainz blieb deshalb gegen 15.30 Uhr liegen. Rund 200 Fahrgäste mussten nach Angaben eines Bahnsprechers auf offener Strecke gut zwei Stunden ausharren.

Mehr als zwei Stunden Geduld gefragt

Da das Gelände nicht geeignet war, um die Menschen an Ort und Stelle aus dem Zug zu lassen und mit Bussen zu transportieren, entschied die Bahn, einen Zug aufs Nachbargleis zu fahren. Die Passagiere wechselten über Brücken von einem Zug in den anderen. Die Ersatzbahn konnte ihre Fahrt gegen 17.45 Uhr in Richtung Wiesbaden aufnehmen.

Bahnen der S1 und S9 wurden umgeleitet, die S8 endete in Kelsterbach bzw. aus Richtung Wiesbaden in Raunheim. Ein Bahnsprecher hatte davor gewarnt, dass Züge und S-Bahnen zum Flughafen bis zur Reparatur ausfallen könnten oder sich verspäten, andere sollten zum Fernbahnhof des Airports umgeleitet werden.

Fehlalarm am Flughafen

Für eine kurze Störung am Fernbahnof am Frankfurter Flughafen sorgte ein Rauchmelder. Der Bahnhof musste um 17.30 Uhr für zehn Minuten gesperrt werden, weil eine Brandmeldeanlage losgegangen war. Dies sei aber ein Fehlalarm gewesen, erklärte der Bahnsprecher.

Sendung: hr-iNFO, 22.06.2018, 19.00 Uhr