Chaos am Frankfurter Flughafen
Chaos am Frankfurter Flughafen Bild © picture-alliance/dpa

Die folgenschwere Panne beim Sicherheitscheck hat Konsequenzen für die verantwortliche Mitarbeiterin. Die Bundespolizei hat ihr ein vorläufiges Tätigkeitsverbot ausgesprochen.

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Nach dem falschen Sprengstoffalarm am Frankfurter Flughafen und der damit verbundenen Sperrung des Terminals 1 hat die Bundespolizei ein Tätigkeitsverbot für eine Sicherheitskontrolleurin ausgesprochen, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Die Frau hatte trotz eines positiven Sprengstofftests eine französische Familie passieren lassen. Bei der Frau handelt es sich um eine Mitarbeiterin des Flughafenbetreibers Fraport, die Aufsicht über die Sicherheitskontrollen hat aber die Bundespolizei.

Am Dienstag hatte die Bundespolizei erklärt, dass die Kontrolleurin nach dem positiven Wischtest eine Nachkontrolle hätte vornehmen müssen, dies aber unterlassen habe. Daraufhin schlug die Polizei Alarm und veranlasste die Sperrung. Rund 13.000 Passagiere waren davon betroffen, auch am Tag danach bekamen Fluggäste die Nachwirkungen noch zu spüren.

Gespräche mit der Mitarbeiterin laufen

Derzeit laufen Gespräche mit der Mitarbeiterin zur Aufklärung des Geschehens, wie ein Fraport-Sprecher readitnow.info bestätigte. Das Tätigkeitsverbot sei demnach vorläufig und beziehe sich nur auf die Sicherheitskontrollen. Ob die Frau im ihren Arbeitsplatz bangen muss, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

Welche Kosten durch die Sicherheitspanne entstanden sind, sei noch unklar, sagte der Fraport-Sprecher. Dies gelte auch für die Frage nach möglichem Schadenersatz.

Am Münchner Flughafen war im Juli ein Terminal geräumt worden, weil eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war. Drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma wurden von den Kontrollaufgaben entbunden. Der Flughafen rechnet mit Kosten im unteren einstelligen Millionenbereich, hinzu kommt der Schaden für die Fluggesellschaften.

Sendung: hr-iNFO, 09.08.2018, 14 Uhr