Dieser Zeitvertreib ist schlicht lebensgefährlich: Die Polizei hat einen Jugendlichen gefasst, der auf der A67 bei Büttelborn zuletzt mehrfach auf dem Mittelstreifen der Autobahn gesichtet wurde.

Blick auf Autobahn
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Am Samstagmittag war der Spuk dann endlich vorbei. Nachdem erneut bei der Polizei ein Notruf wegen einer Person auf dem Mittelstreifen der A67 bei Büttelborn (Groß-Gerau) eingegangen war, konnten die Beamten den Übeltäter schließlich dingfest machen, wie die Ermittler am Montag mitteilten.

Nach kurzer Verfolgung entdeckten Polizisten den flüchtenden Jugendlichen auf einem nahe gelegenen Autobahnparkplatz. Dort versteckte sich der Gesuchte in einem Lkw-Anhänger, dessen Plane er zuvor aufgeschlitzt hatte.

Fünf Notrufe in der Vorwoche

Bereits in der Vorwoche soll der nach eigenen Angaben 15-Jährige gleich mehrfach auf dem A67-Mittelstreifen hockend gesichtet worden sein. Fünf Mal wurden deshalb allein während des vergangenen Dienstags die Beamten alarmiert. Trotz sofortiger Nachsuche, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, gab es von dem Jugendlichen zunächst keine Spur.

"Man muss von großem Glück sprechen, dass nichts passiert ist", sagte ein Polizeisprecher zu readitnow.info. Die Beamten haben keine Zweifel, dass es sich bei dem nun gefassten 15-Jährigen um den mysteriösen Mittelstreifen-Hocker handelt. Warum der offenbar illegal aus Marokko eingereiste Junge immer wieder die Autobahn überquerte, ist unklar.

An Jugendamt übergeben

Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der illegalen Einreise, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Er wurde in die Obhut eines Jugendamts übergeben. Die Polizei appellierte in diesem Zusammenhang eindringlich: "Ein Überqueren der vielbefahrenen Autobahn ist schlichtweg lebensgefährlich!"

Sendung: YouFM, 16.07.2018, 15.00 Uhr