Leberkäsbrötchen
Einsteigen mit Leberkäsbrötchen - in Wien bald unerwünscht. Bild © picture-alliance/dpa

Der Stadt Wien stinkt es - sie will in ihren U-Bahnen das Essen von aufdringlich riechenden Speisen verbieten. Verkehrsunternehmen in Hessen haben dazu unterschiedliche Positionen.

Pikante Düfte unerwünscht: Die Stadt Wien will künftig . Wäre solch ein Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln in Hessen denkbar?

Nein, heißt es bei der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) auf Nachfrage von readitnow.info. "Für Kassel sehen wir keinen Regelungsbedarf", erläutert eine KVG-Sprecherin. Die meisten KVG-Fahrgäste verhielten sich in der Regel erwachsen. "Man muss ja auch nicht alles überreglementieren."

Der Punkt Essensverzehr im Fahrzeug sei laut den Befördungsbedingungen zwar nicht geregelt, allerdings hätten sich Fahrgäste "rücksichtsvoll" zu verhalten und das Fahrpersonal habe das Hausrecht, sagt die Sprecherin in Kassel. Das bedeute, wenn ein Fahrgast mit einer stark riechenden Speise einsteige und sich andere Fahrgäste belästigt fühlten, könne das Fahrpersonal den Fahrgast des Fahrzeugs verweisen.

Deutsche Bahn traut ihren Gästen

Auch bei der Deutschen Bahn (DB) sieht man keinen Handlungsbedarf in Bezug auf mitgebrachte Speisen. Es gebe keine Pläne, in den Fernverkehrszügen gesonderte Essensregeln einzuführen, sagt eine Sprecherin der DB. Auch seien der DB keine entsprechenden Beschwerden bekannt. "Die Erfahrungen zeigen, dass sich eine mögliche Geruchsbelästigung durch mitgebrachtes Essen in der Regel spätestens mit dem Verzehr erübrigt hat." Sollte sich dennoch jemand durch Essensgerüche belästigt fühlen, könne er sich an das Servicepersonal wenden. Das könne gegebenenfalls mit einem alternativen Sitzplatz Abhilfe schaffen.

RMV sorgt sich um seine Sitze

Anders sieht es hingegen beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) aus. Was das Mitbringen von Essen angeht, hat er bereits auf andere Weise vorgesorgt, wie eine Sprecherin sagte. "Deswegen haben wir keinen Bedarf für eine weitere Regelung." So heißt es in den in §3 zum Verhalten der Fahrgäste in Absatz 2: "Insbesondere ist es den Fahrgästen nicht gestattet: (…) in Verkehrsmitteln offene, zum sofortigen Verbrauch bestimmte Esswaren (zum Beispiel Speiseeis, Pommes frites und so weiter) mitzunehmen, die zur Verunreinigung von Kleidungsstücken der Fahrgäste und der Wageneinrichtung führen können." Sprich: Den Hunger im RMV-Gebiet während der Fahrt zu stillen, ist verboten - nicht wegen des Geruchs, sondern der Reinlichkeit.

Ihre Kommentare Welche Speisen würden Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln verbieten?

50 Kommentare

  • starken Alkoholkonsum, während und VOR der Fahrt, würde ich untersagen wollen.

  • Döner, Fisch, Alkohol, MC Donalds, Burger King. .

  • Es gibt schon genug schtinke Menschen und ungeflegte ,brauchenwier nicht noch mehr davon und noch essen Reste.

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