Nach der Phantombild-Fahndung nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger sind bei der Polizei bereits zahlreiche Hinweise eingegangen. Der Mann soll in Hanau für mehrere Taten verantwortlich sein.

Dieses von der Polizei veröffentlichte Phantombild soll den mutmaßlichen Vergewaltiger zeigen.
Dieses von der Polizei veröffentlichte Phantombild soll den mutmaßlichen Vergewaltiger zeigen. Bild © Polizeipräsidium Südosthessen

Einen Tag nach der Veröffentlichung des Phantombildes eines mutmaßlichen Vergewaltigers kann sich die Polizei über Mithilfe aus der Bevölkerung nicht beklagen. Rund 30 Hinweise seien in den ersten 24 Stunden eingegangen, sagte ein Sprecher am Freitag zu readitnow.info. Sieben davon seien konkreter. "Diesen wird nun nachgegangen", erklärte der Sprecher. Eine heiße Spur gebe es allerdings noch nicht.

23-Jährige in Treppenhaus vergewaltigt

Der gesuchte Mann soll eine 23 Jahre alte Frau in Hanau bedrängt und vergewaltigt haben. Die Tat soll der 25 bis 35 Jahre alte Mann den zufolge am Montagnachmittag im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses begangen haben.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass er für weitere Angriffe verantwortlich sein könnte. Ein Mann war am Montagmorgen auf eine 26 Jahre alte Fußgängerin zugerannt und hatte sie in den Bauch getreten, so dass sie zu Boden ging. Dann trat er nochmals auf sie ein und verschwand. Kurze Zeit später wurde eine 45-Jährige von hinten gepackt und ihr vermutlich Deo ins Gesicht gesprüht. Danach floh der Täter.

Bäckerei-Mitarbeiterin verfolgt

Nach der Veröffentlichung dieser beiden Vorfälle durch die Polizei meldete sich eine weitere Frau, die angab, von einem aufdringlichen Mann verfolgt worden zu sein. Staatsanwalt Dominik Mies sagte readitnow.info, die Frau sei auf dem Weg zur Arbeit, einer Bäckerei, gewesen. Sie habe die Glastür des Ladens schnell geschlossen, woraufhin der Mann dagegen geschlagen habe. Als sie so tat, als telefonierte sie, sei er geflohen. Mies sagte, es gebe Anhaltspunkte, dass es sich um denselben Täter handeln könnte.

Sendung: hr-iNFO, 11.01.2017, 15.00 Uhr