Ein Polizeihubschrauber im Einsatz
Ein Polizeihubschrauber im Einsatz (Archivbild). Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Mit einem Laserpointer hat ein Junge auf einen Polizeihubschrauber gezielt und die Besatzung in Lebensgefahr gebracht. Der Helikopter war bei der Suche nach einer Vermissten im Einsatz.

Die Besatzung eines Polizeihubschraubers ist in Fulda bei einem nächtlichen Einsatz von einem 13-jährigen Jungen mit einem Laserpointer geblendet worden. In der Nacht auf Montag war der Hubschrauber an einer Suchaktion beteiligt. Der grüne Laserpointer blendete die drei Besatzungsmitglieder, sie mussten dem Licht ausweichen.

Die Besatzung konnte mithilfe von Kameras an Bord den Ursprung des Lasers ermitteln und eine Streife dorthin lotsen, wie es im Polizeibericht vom Montag weiter hieß. Vor Ort stellten die Polizisten den 13-Jährigen als mutmaßlichen Täter. Der Junge setzte den Blendstrahl demnach von der heimischen Wohnung aus ab.

"Im schlimmsten Fall kommt es zum Absturz"

"Der Junge meinte, sich einen Spaß daraus machen zu können. Aber das ist ein Straftatbestand, der Leib und Leben gefährdet. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Absturz kommen", sagte Polizeisprecher Martin Schäfer. Ein Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr wurde eingeleitet. Mit seinen 13 Jahren ist der Junge allerdings noch strafunmündig.

Der Hubschrauber war unterwegs, um die Suche nach einer vermissten behinderten Jugendlichen zu unterstützen. Die nur mit einem Schlafanzug bekleidete junge Frau war aus einer Fuldaer Wohneinrichtung verschwunden. Sie wurde noch in der Nacht von der Bundespolizei am Karlsruher Hauptbahnhof gefunden und wohlbehalten nach Fulda zurückgebracht.

Sendung: hr-iNFO, 23.10.2017, 12.00 Uhr