Hand mit Eisportionierer befüllt eine Waffel
Oft liegt es an ihm: dem Eisportionierer. Bild © picture-alliance/dpa

Eis ist nicht immer so lecker, wie es aussieht: Bei Hygienekontrollen fiel jede sechste Portion in hessischen Eisdielen unangenehm auf. Und die Sahne erst! Aber es gibt einen Trost.

Die schlechte Nachricht: In Eis finden sich recht häufig Keime. Die gute: Diese Keime sind wenigstens nicht gesundheitsgefährlich.

Bei einer Untersuchung von 294 Speiseeis-Proben in hessischen Eisdielen hat das Landeslabor in Gießen rund 16 Prozent wegen Hygienemängeln beanstandet. "Man wird von diesen so genannten Hygienekeimen nicht krank", sagt Labor-Sprecher Roy Ackermann zu readitnow.info. "Aber es ist eben einfach unappetitlich."

Häufig liege die Verunreinigung daran, dass der Eisportionierer in einem Behälter mit Wasser stehe und dieses Wasser viel zu selten gewechselt würde. "Am besten wäre es, diese Portionierer würden unter fließendem Wasser abgespült."

Sahnehäubchen oft ein Ekelhäubchen

Häufiger noch als das Eis wurde die Sahne aus den Aufschlagautomaten beanstandet: Rund 60 Prozent der 91 Proben waren nicht in Ordnung. "Aber auch bei der Sahne gilt, gesundheitsgefährlich ist das nicht."

Eisbecher mit Sahne
Die Sahne ist besonders häufig verkeimt. Bild © picture-alliance/dpa

Schuld an der Verkeimung sei oft der Lappen, mit dem der Sahnehahn abgewischt werde. "Auch der wird häufig nicht richtig ausgewaschen und gammelt in der Hitze vor sich hin.“ Außerdem würden die Geräte zu selten gewartet, und flüssige Sahne bleibe oft ungekühlt über Nacht in den geschlossenen Systemen. Dennoch: Verbraucher sollten sich den Spaß am Eis essen im Sommer nicht nehmen lassen. "Das alles ist nicht gefährlich und wird meistens von den Kunden nicht bemerkt."

Sendung: hr1, 04.07.2018, 15.00 Uhr