Spaziergänger im herbstlichen Nordhessen
Spaziergänger im herbstlichen Nordhessen Bild © picture-alliance/dpa

Statt Freibad und Biergarten locken derzeit eher Badewanne und Kino: Tief Hartmut gibt einen herbstlichen Vorgeschmack. Doch die nächsten Wochen könnten für Entschädigung sorgen.

Höchstwerte von 19 Grad, teils kräftiger Dauerregen und von Sonne keine Spur. Tief Hartmut bringt in den kommenden Tagen den Herbst nach Hessen - und das mitten im Hochsommer. "Am Donnerstag und Freitag erreichen wir die absolute Talsohle", berichtet hr-Meteorologe Tim Staeger von der für diese Jahreszeit viel zu kühlen Witterung.

Der hartnäckige Hartmut habe sich über Deutschland und Nordfrankreich eingenistet und kommt wegen fehlender Winde nur langsam voran. Eine Blockade-Situation, nennt Staeger die Schlechtwetterlage zwischen zwei Hochs über Ost- und Südeuropa.

Besserung in Sicht

Ganz außergewöhnlich ist das Zwischentief im August allerdings nicht. "Selbst im Hochsommer kann es immer solche Phasen geben", meint der Experte. Ebenso gut seien zu dieser Zeit aber auch Hitzewellen von 35 Grad und mehr drin. Doch davon sei man im Moment ein gutes Stück entfernt.

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Fasanerie wiedereröffnet

Gut eine Woche nach dem schweren Unwetter ist die Fasanerie in Wiesbaden am Donnerstag wiedereröffnet worden. In dem Tierpark waren erhebliche Schäden entstanden, eine Wölfin wurde vermutlich durch einen umstürzenden Baum erschlagen. Die Gehege seien - zunächst provisorisch - repariert worden, teilte die Stadt Wiesbaden am Donnerstag mit. Das Bärengehege ist allerdings noch abgesperrt.

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Immerhin: Ab dem Wochenende ist Besserung in Sicht. Am Sonntag sind bei Sonne, Wolken und Schauern bis zu 25 Grad möglich. Kommende Woche kann das Thermometer vor allem im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen an die 30 Grad heranreichen, wobei es in der zweiten Wochenhälfte jedoch wieder unbeständiger werden dürfte. "Aber so schlecht wie aktuell wird es vorerst nicht mehr", sagt Staeger.

Gute Aussichten für September

Der Meteorologe macht zugleich Hoffnung, dass es mit den warmen Tagen noch lange nicht vorbei sein muss. Zwar nehme die Chance einer echten Hitzewelle ab dem 20. August rapide ab, um die 30 Grad und ein schöner Altweibersommer seien in den kommenden Wochen trotz fehlender Prognosen aber nicht mal unwahrscheinlich.

"Es ist sehr häufig so, dass es im September ruhige und warme Witterungsphasen gibt. Darauf kann man sich freuen", prophezeit Staeger. Ein nächster Hartmut darf ruhig noch etwas auf sich warten lassen.

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter, 10.08.2017, 19.15 Uhr

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