Eintracht-Trainer Niko Kovac und Adler Attila einen Motivwagen
Am Tag nach dem Sprung der Eintracht auf Platz 4 der Bundesligatabelle zieren Eintracht-Trainer Niko Kovac und Adler Attila einen Motivwagen. Bild © picture-alliance/dpa

Mehrere tausend Teilnehmer und Zuschauer am Straßenrand haben bei den größten Fastnachtsumzügen Hessens in Frankfurt und Wiesbaden gefeiert. Die Polizei meldete eine Festnahme wegen echt wirkender Spielzeugwaffen.

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Die Teilnehmer und Zuschauer beim Frankfurter Fastnachtsumzug mussten am Sonntag dem grauen Himmel und den niedrigen Temperaturen trotzen. Bei der Kostümauswahl zollten die mehr als 3.000 aktiven Narren ebenso wie tausende Zuschauer an der vier Kilometer langen Zugstrecke durch die Innenstadt dem rauen Wetter mit Schals, Mütze und Stiefeln Tribut.

Närrische Stimmung in der Innenstadt

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Von den 200 Motiv- und Festwagen herab wurden beim größten Fastnachtzug Hessens Kamelle, Luftschlangen und Kreppel in die Menge geworfen. Das Motto der diesjährigen Frankfurter Karnevalssaison lautete: "Frankfurts Leut' e Freud' zu mache, bringt unser Narrenherz zum Lache."

Hexen und Gardetänzerinnen, kleine Monster und uniformierte Musiker verbreiteten närrische Stimmung zwischen Mainkai, Römerberg und Konstablerwache. Besonders weitsichtig wählte ein Karnevalist seine Verkleidung, der als herzförmige rote Pralinenschachtel durch die Stadt zog: Damit lässt sich auch am Aschermittwoch noch punkten, wenn fastnachtsmäßig zwar alles vorbei ist, in diesem Jahr aber der Valentinstag als Tag der Verliebten gefeiert wird.

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Fastnachtsumzüge in Hessen

Eine Übersicht der bekanntesten Fastnachtsumzüge in Hessen finden Sie hier.

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Polizei nimmt Narren mit Spielzeugwaffen fest

Einem Frankfurter Narren mag das Lachen vorübergehend vergangen sein: Zwei "täuschend echt aussehende Spielzeugwaffen" hätten zu einer kurzzeitigen Festnahme geführt, te die Polizei unter dem Hashtag #HelauFFM.

Zuvor hatte bereits der Große Rat der Karnevalsvereine Teilnehmer und Zuschauer aufgerufen, auf militärische Kleidung und Waffenattrappen zu verzichten. Bei der Sicherung des Zuges verzichtete die Polizei in diesem Jahr auf Betonsperren. Sie sicherte die Veranstaltung mit Lkw-Sperren.

Wiesbadener Zug beginnt mit Verzögerung

Auch in der Landeshauptstadt Wiesbaden trotzten die Narren vieltausendfach dem unwirtlichen Wetter. Mit 210 Zugnummern schlängelte sich die Parade von Fastnachtsvereinen und anderen Gruppen durch die Innenstadt. Wie viele Zuschauer am Straßenrand standen und emsig Kamelle einheimsten, teilte die Polizei dort ebenso wenig mit wie in Frankfurt.

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Jedoch meldete die Polizei, dass sich der Beginn des Festumzugs etwas verzögerte. Gegen 13 Uhr - etwa elf Minuten vor dem Start der Narren - brach in der Menge ein rund 50 Jahre alter Mann aus ungeklärter Ursache zusammen. Er musste auf der Zugstrecke wiederbelebt werden und kam ins Krankenhaus. Wegen Rangeleien nahm die Polizei vier Menschen in Gewahrsam und erteilte 17 Platzverweise.

Am Sonntag gab es außerdem Fastnachtsumzüge in Gießen, Oberursel (Hochtaunus), Wetzlar und Hadamar (Limburg-Weilburg).