Nach den Schüssen auf einen 24-Jährigen in Sontra hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Er soll verwandt sein mit einer Frau, die der junge Mann heiraten wollte. Das Tatmotiv liegt wohl in einem Familienstreit.

Polizeiwagen im Einsatz.
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Nach den Schüssen auf einen 24-Jährigen in Sontra im Werra-Meißner-Kreis hat die Polizei einen 44 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Der mutmaßliche Täter wurde nach Angaben der Polizei am frühen Montagmorgen im nordrhein-westfälischen Gummersbach geschnappt.

Nach Informationen von hr-iNFO gehört das schwer verletzte Opfer der örtlichen Salafistenszene an. Das Tatmotiv vermuten die Ermittler demnach in einem Familienstreit. Der 24-Jährige soll eine junge Frau aus Göttingen heiraten wollen, deren Eltern jedoch gegen die Verbindung sind - ob wegen seiner extremistischen Einstellung, ist unklar. Der Schütze vom Sonntag soll ein Verwandter der jungen Frau sein.

Zustand des Opfers weiter kritisch

Am Sonntag war es gegen 17.30 Uhr auf offener Straße in der nordhessischen Kleinstadt zu einem Streit zwischen zwei Männern gekommen. Wie Zeugen beobachteten, eskalierte die Auseinandersetzung. Ein älterer Mann schoss mehrfach auf den 24-Jährigen und flüchtete zu Fuß.

Alarmierte Streifenpolizisten fanden das Schussopfer auf der Straße. Er hatte eine Verletzung am Bauch und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand war auch am Montagmorgen noch kritisch. Der Mann stammt aus Sontra.

Sendung: hr-iNFO, 12.02.2018, 6 Uhr